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Wednesday, September 16, 2026

Kampf gegen die Wohnungsnot – Kanton Zug plant Spezialzonen für raschen Wohnungsbau

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  • Mit «Weissen Zonen» soll im Kanton Zug der Bau von Wohnungen ermöglicht werden.
  • In dieser Spezialzone sind auch höhere Gebäude ausdrücklich zugelassen.
  • Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer sollen höher und dichter bauen dürfen, müssen aber bestimmte Bedingungen erfüllen.

Der Zuger Wohnungsmarkt ist seit Jahren ausgetrocknet. Die Preise steigen rasant. Um bei dieser Entwicklung Gegensteuer zu geben, hat die Zuger Regierung eine umfassende Teilrevision des Planungs- und Baugesetzes in die Vernehmlassung geschickt.

Das Paket wurde im Rahmen der «Wohnpolitischen Strategie 2030» ausgearbeitet. Es soll bürokratische Hürden abbauen, Verfahren beschleunigen und vor allem den Bau von preisgünstigem Wohnraum ankurbeln.

40 Prozent der Wohnungen müssen günstig sein

Ein Instrument ist die Schaffung einer sogenannten «Weissen Zone». Diese ist gewissermassen eine Spezialzone auf Zeit. Sie ist befristet und wird über eine bestehende Bauzone gelegt. Es darf dort deutlich höher und dichter gebaut werden, als es die reguläre Bauordnung am entsprechenden Ort eigentlich zulassen würde.

Wer in einer «Weissen Zone» von den erleichterten Baubedingungen profitieren will, muss sich an einige Spielregeln halten: Mindestens 40 Prozent der neu erstellten Wohnungen müssen preisgünstig sein.

Weiter muss es eine Planungsvereinbarung unter den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern geben. Unter anderem sollen Regeln festgelegt werden, wie die einheimische Bevölkerung den Vorzug erhalten kann bei diesen Wohnungen.

Luftaufnahme einer Stadt mit See, Gebäuden und Grünflächen.
Legende: Im Kanton Zug sind Wohnungen Mangelware. Deshalb startet die Regierung mit der «Wohnpolitischen Strategie 2030» eine Offensive. SRF

Mit der Teilrevision des Planungs- und Baugesetzes sollen weitere Erleichterungen möglich sein. In bestimmten Wohn- und Mischzonen soll zum Beispiel ein zusätzliches Geschoss sowie eine höhere Ausnützung von bis zu zehn Prozent zulässig sein, falls eine preisgünstige Wohnung gebaut wird.

Auch die Verfahren für Bebauungspläne und Baubewilligungen sollen vereinfacht und beschleunigt werden. Zudem sind kürzere Fristen für Beschwerdeverfahren vorgesehen. Das Planungs- und Baugesetz geht jetzt in die Vernehmlassung. Anschliessend wird es vom Kantonsparlament beraten.

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