Steckt China hinter dem Hackerangriff auf Beyond Gravity?

- Der bundeseigene Raumfahrtzulieferer Beyond Gravity ist Ziel eines Cyberangriffs geworden, bei dem Daten gestohlen wurden.
- Laut Recherchen des Unternehmens und des VBS steckt China hinter dem Angriff, berichtet SRF.
- Welche Daten betroffen sind und wie sensibel sie sind, ist unbekannt.
Der bundeseigene Raumfahrtzulieferer Beyond Gravity wurde vor einigen Wochen Ziel eines gezielten Cyberangriffs. Dabei wurden Daten entwendet. Wer hinter dem Angriff steckt, war zunächst unklar. Nach Recherchen des Unternehmens und des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) soll jedoch China dafür verantwortlich sein, wie SRF am Mittwoch berichtete.
Welche Informationen die Angreifer erbeuten konnten, ist nicht bekannt. Maya Graf (Grüne), Präsidentin der Geschäftsprüfungskommission des Ständerats, bestätigte gegenüber SRF den Datenabfluss: «Die Geschäftsprüfungskommissionen von National- und Ständerat haben vom Datenabfluss Kenntnis erhalten.»
Was kann China mit den gestohlenen Daten machen?
Auch wie sensibel die gestohlenen Daten sind, bleibt offen. Ralph Weber, Professor am Europa-Institut der Universität Basel, erklärte gegenüber SRF, bei Spionage gehe es nicht nur um grosse Technologien. Oft würden auch scheinbar unbedeutende Einzelheiten beschafft. Zusammengesetzt könnten solche Informationen für einen Nachrichtendienst jedoch von grossem Wert sein.
Beyond Gravity ging 2022 aus dem Rüstungskonzern Ruag hervor. Das Unternehmen beliefert unter anderem das europäische Ariane-Raketenprogramm und die Nasa. China gilt seinerseits als bedeutende Weltraumnation.
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Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
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