heise-Angebot: Selbstporträt, der fotografische Blick auf sich selbst – c’t Fotografie 6/2026
Selbstporträts sind ein unterschätztes, sehr vielseitiges Genre in der Fotografie. Sie bieten einen fotografischen Spielraum und sind ein gutes Werkzeug, um sich einerseits selbst zu entdecken, andererseits Dinge zu verarbeiten oder fotografische Techniken zu verfeinern.
Die c't Fotografie, Ausgabe 06 2026
(Bild:
heise
)Für Katja Heinemann, freie Fotografin aus Leipzig, sind Selbstporträts auch ein geschützter Raum. In dieser Ausgabe der c’t Fotografie erzählt sie, wie sie mit Licht, Posen oder Perspektiven experimentiert. Ohne Zeitdruck und fremde Erwartungen erzählen ihre Bilder von persönlichen Erfahrungen oder setzen sich mit körperlichen Veränderungen, etwa den Narben nach einer Operation auseinander. Ihre Bilder sind ein bewusster Gegenpol zur Selbstinszenierung in den sozialen Medien oder zu KI-generierten Bildern, die nur unpersönliche Fantasiegeschichten erzählen.
Das Modell ist immer bereit, niemand wartet, Scheitern kostet nichts: Selbstporträts sind der ideale Übungsraum. Sie spielen mit Licht und Form und entdecken Ihren Körper neu, ohne fremde Erwartungen. Katja Heinemann zeigt, wie Sie Ideen und Orte finden, die Kamera einrichten und Ihr Bild gestalten.
Technik und Planung ohne Hürden
Die technische Umsetzung von Selbstporträts ist unkompliziert und erfordert keine teure Ausrüstung. Heinemann begann ihre Arbeit mit einem Smartphone, das sie mithilfe eines Schnürsenkels an einem Baum befestigte. Heute arbeitet sie mit einer Canon EOS 5D Mark IV und einem 35-Millimeter-Objektiv, jedoch betont sie, dass auch einfache Kameras großartige Ergebnisse liefern können. Entscheidend sind die Idee und die Umsetzung, nicht die technische Perfektion.
Selbstporträts erlauben zudem Spontanität. Oft entstehen Heinemanns Bilder in dem besonderen Moment, in dem das Licht oder die Umgebung stimmen. Für Outdoor-Shootings empfiehlt sie abgelegene Orte, um ungestört arbeiten zu können. Wichtiger als die Kamera selbst ist ein stabiler Standort für sie, etwa ein Stativ oder eine flache Mauer.
Fokus auf Emotionen und Experimentierfreude
Ihre Selbstporträts sind geprägt von ehrlichen Emotionen. Ob Angst, Freude oder Unsicherheit – Heinemann setzt ihre Gefühle bewusst in Szene. Inspiration holt sie sich aus Bildbänden, der Malerei oder Aktzeichenkursen, durch die sie stets neue Ideen entwickelt. Vor allem aber ermutigt sie andere, einfach anzufangen. "Fehler sind Teil des Prozesses", so die Fotografin.
c't Fotografie 6/2026 (10 Bilder)

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Kein roter Punkt, dafür Content Credentials und 44 Megapixel.
Unser Test ordnet ein, an wen sich dieses stille Flaggschiff richtet.
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