Überraschender Job: In der Türkei spielt Jerome Boatengs Geschichte keine Rolle

In der Türkei spielt Jerome Boatengs brisante Geschichte keine Rolle
00:00
01:45
13.10.2026 | 05:51 Uhr
Fan-Proteste verhinderten einst Jérôme Boatengs Hospitanz beim FC Bayern. Nun ist er Teil eines türkischen Erstligisten. Dort hat er einen deutschen Chef - und einen Superstar um sich herum.
Der frühere Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng hat sich öffentlich zu seiner aktuellen Tätigkeit beim türkischen Erstligisten Trabzonspor geäußert. Dort ist er Teil des Teams um den Trainer Thomas Reis. Er sei "sehr stolz und glücklich", teilte der Weltmeister von 2014 bei Instagram mit. In den vergangenen Wochen war bekanntgeworden, dass Boateng Reis als Co-Trainer unterstützt.
Er lerne jeden Tag von Reis und dem Team. Er teile seine Erfahrungen und habe die Möglichkeit, "auf dem Feld und außerhalb des Feldes mit den Spielern zu arbeiten, was für mich sehr wertvoll ist", so Boateng. Dort hat er mit einem großen Namen zu tun: In diesem Sommer war der ägyptische Fußballstar Mohamed Salah vom FC Liverpool zum aktuellen Tabellenfünften der Türkei gewechselt.
Um Boateng hatte es in der jüngeren Vergangenheit einige negative Schlagzeilen gegeben. 2025 war nach heftigen Fan-Protesten eine Trainer-Hospitanz von Boateng beim FC Bayern geplatzt. Danach teilte er mit, dass er "nach den jüngsten Diskussionen um meine Person" zu dem Schluss gekommen sei, sich auf andere Themen zu konzentrieren. Bayern-Trainer Vincent Kompany hatte ihn zu der Hospitanz eingeladen.
Karriere klingt leise in Österreich aus
Die Bayern-Fans bezogen sich mit ihrem Protest augenscheinlich auch darauf, dass Boateng 2024 vom Landgericht München I wegen vorsätzlicher Körperverletzung an einer Ex-Freundin schuldig gesprochen und verwarnt worden war. Boateng bestreitet, jemals eine Frau geschlagen zu haben.
Nicht mehr als Fußballer aktiv ist der gebürtige Berliner seit Sommer 2025. Damals wurde sein Vertrag beim Linzer ASK in beidseitigem Einvernehmen aufgelöst. Via Instagram verkündete er kurze Zeit später das Karriereende. In Linz sammelte Boateng im Nachwuchsbereich erste Erfahrungen als Coach. "Ich möchte Trainer im Profifußball werden", kündigte er im September 2025 in der "Welt am Sonntag" an. "Kürzlich habe ich erfolgreich den Lehrgang und die Prüfung zur B-Lizenz absolviert. Jetzt möchte ich die A-Lizenz und den Fußball-Lehrer machen und so bald wie möglich als Assistenztrainer bei einem Verein beginnen."
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.