Gladbacher Krise hält auch gegen Mainz an
Kein Cheftrainer, null Punkte und jetzt sogar Tabellenletzter: Die Krise bei Borussia Mönchengladbach hat sich durch die vierte Pleite im vierten Saisonspiel weiter verschärft. Das 3:4 (1:2) gegen Mainz 05 bedeutet den schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte in der Fußball-Bundesliga, sechs Tage nach der Entlassung von Eugen Polanski ist kein Ende der Talfahrt in Sicht.
Tore von Phillip Tietz (18.), Sheraldo Becker (45.+1), Eric Martel (78.) und Danny da Costa (89.) sorgten für den nächsten K.o. der Borussia, die vom Ex-Mainzer Jan-Moritz Lichte interimistisch betreut wurde. Gladbach reichten Treffer durch Rückkehrer Florian Neuhaus (11.), Isac Lidberg (59.) und Shuto Machino (90.+5, Handelfmeter) nicht, um die eklatanten Schwächen in der Abwehr auszugleichen. Kevin Diks scheiterte zudem mit einem weiteren Handelfmeter (57.).
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Gladbach hat einen Favoriten auf die Polanski-Nachfolge
Sportchef Rouven Schröder muss bis zum Derby beim 1. FC Köln (11. Oktober) einen neuen Heilsbringer finden. Immerhin: Bei der Suche ist die Borussia weit fortgeschritten. "Wir haben mittlerweile einen klaren Favoriten", sagte Schröder vor der Partie. Die Namen Horst Steffen und Christian Titz schloss er aus.
Gegen seinen Ex-Klub Mainz gab Lichte noch den Platzhalter - und er sorgte gleich für eine Überraschung: Ex-Nationalspieler Neuhaus, bei der Borussia eigentlich schon auf dem Abstellgleis, stand erstmals seit Januar in der Startelf, die Fans empfingen ihn mit warmem Applaus. Auf dem Rasen sahen die 50.000 Zuschauer eine um Sicherheit und Fehlervermeidung bemühte Fohlenelf, Mainz trat dem mit hohem Pressing entgegen.
Der Katastrophenstart für Borussia Mönchengladbach ist perfekt. Nach dem Debakel in Freiburg muss Trainer Polanski gehen. Der Sportclub grüßt derweil von ganz oben.
14.09.2026 | 8:45 minGlückliche Führung für die Fohlen
Etwas glücklich ging die Borussia in Führung: Lukas Ullrich zog ab, Neuhaus fälschte den Ball unhaltbar für Ersatzkeeper Alexander Schwolow ab und erzielte sein erstes Tor seit Mai 2024. Schwolow ersetzte den verletzten Stammtorhüter Robin Zentner. Die Antwort kam prompt - und zeigte die großen Abwehrprobleme der Gladbacher auf. Becker hatte im Strafraum zu viel Platz und bediente Tietz, der Joe Scally abgeschüttelt hatte und nur noch einschieben musste.
Auch in der Folge wackelte die Defensive bedenklich. Mainz, im ersten Auswärtsspiel 5:0-Sieger gegen den Hamburger SV, nutzte die Lücken noch vor der Pause zur Führung, als Becker einen Kopfball in den Winkel setzte. Die Gladbacher Nordkurve reagierte mit "Wir woll'n euch kämpfen sehen"-Gesängen.
Eugen Polanski ist nicht mehr Trainer von Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach. Der Verein hat die Trennung nach dem Bundesliga Fehlstart mit drei Niederlagen offiziell bestätigt.
13.09.2026 | 0:43 minHandelfmeter landet am Pfosten
Das passierte im zweiten Durchgang auch: Erst setzte Diks einen Handelfmeter nach Videobeweis an den Pfosten, zwei Minuten später erzielte Lidberg sein erstes Tor für die Fohlen. Der Schwede war für den gesperrten Kapitän Tim Kleindienst in die Startelf gerückt.
Interimscoach Lichte trieb seine Mannschaft nun an der Seitenlinie immer wieder an. Der 46-Jährige hatte Mainz Ende 2020 in zwölf Pflichtspielen trainiert, dabei aber nur einen Sieg geholt. Martels später Treffer per Kopf war der nächste Tiefschlag. Das 3:4 von Machino war nur noch Ergebniskosmetik.
Nachrichten | ZDFheute Update
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Quelle: dpa, SID
Über dieses Thema berichtet das ZDF im aktuellen sportstudio am 19.09.2026 ab 23:30 Uhr, online ab 22:30 Uhr.
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