heise+ | Mehr als ein grüner Linter-Check: weitere Faktoren guter Softwareentwicklung
Manchmal ist die irritierendste Situation in der API-Governance nicht der rote Build. Manchmal ist alles grün. Die API-Beschreibung ist valide. Die Pflichtfelder sind vorhanden. Das Security-Scheme ist gesetzt. Die Naming-Regeln sind nicht verletzt. Der Linter hat nichts Grundsätzliches auszusetzen. Und trotzdem bleibt im Review ein ungutes Gefühl. Die API wirkt formal korrekt, aber fachlich unscharf. Eine Ressource trägt einen Namen, der niemandem wehtut und doch wenig erklärt. Ein Endpunkt bildet eher die interne Systemlogik ab als eine stabile fachliche Schnittstelle. Ein Fehlerformat ist regelkonform, aber für Partner kaum hilfreich. Eine Versionierung ist sauber beschrieben, aber die eigentliche Veränderung dürfte für Konsumenten trotzdem überraschend sein. An diesem Punkt hilft der Hinweis wenig, dass die Prüfung bestanden wurde. Denn geprüft ist nicht entschieden.
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