"Unglaublich hart": Deutsche Basketballer gewinnen Krimi auf Weg zum WM-Ticket

Weltmeister Deutschland muss auf dem Weg zur Titelverteidigung durch die Mühen der Qualifikation. Und der Weg ist in Polen hart. "Unglaublich hart", sagt der Bundestrainer. Am Ende behält das deutsche Team die Nerven und darf jubeln.
Nach einem zähen Arbeitstag samt Überstunden klatschte Dennis Schröder auf dem Parkett von Danzig mit den Teamkollegen ab, die deutschen Basketballer pusteten allesamt erleichtert durch. Dank starker Nerven hat der Titelverteidiger das Spitzenspiel in Polen gewonnen und eine Hand am Ticket für die WM 2027. Am Ende stand ein 96:94 (83:83, 41:31) gegen den zuvor ungeschlagenen Gastgeber, die Entscheidung fiel in der Verlängerung.
"Ich bin glücklich mit diesem sehr wichtigen Sieg", sagte Schröder, "das war sehr physisch mit ganz vielen Fouls." Auch Bundestrainer Àlex Mumbrú, dessen Team eine 16-Punkte-Führung verspielte, sah "ein unglaublich hartes Spiel. Wir hatten über weite Strecken die Kontrolle." Seine Schützlinge hätten "zum Glück gewonnen".
In der zweiten Gruppenphase liegt die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) nun gleichauf mit Polen und Kroatien (alle 15 Punkte), das am Sonntag mühevoll bei Außenseiter Niederlande gewann (101:99). Drei Teams aus der Sechserstaffel K fliegen im nächsten Jahr nach Katar (27. August bis 12. September). Vier Spiele stehen noch aus.
Schröder in Rekordzeit mit Foul-Problemen
Drei Tage nach dem Pflichtsieg über die Niederlande in Köln (99:83) begann das Spiel an der Ostseeküste denkbar schlecht. Schröder handelte sich nach vier Sekunden (!) ein technisches Foul ein und leistete sich in den folgenden gut vier Minuten zwei weitere Vergehen. Mumbrú holte seinen Kapitän auf die Bank.
Folgen hatten die Foulprobleme nicht, Ersatzmann Maodo Lo brauchte keine Anlaufzeit und spielte stark. Überhaupt zeigte die deutsche Mannschaft anfangs eine geschlossen gute Leistung und dominierte, kurz vor dem Ende des ersten Viertels war die Führung erstmals zweistellig (25:15/10.).

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Deutschland erkämpft sich historischen Hockey-Triumph
Besonders defensiv präsentierte sich der Welt- und Europameister stärker als in Köln, auch eine kurze Schwächephase im zweiten Spielabschnitt brachte die Gäste nicht aus dem Konzept. Das DBB-Team, mit Daniel Theis statt Nelson Weidemann angetreten, kam schlecht aus der Kabine und hatte in der Defense zu wenig Zugriff, konnte seinen Vorsprung gegen nun stärkere Polen aber behaupten.
Schröder behält Nerven
Polens Guard Jordan Loyd, der wie Schröder kurz nach Spielbeginn ein technisches Foul bekommen hatte, erhielt zwölf Minuten vor Schluss sein zweites und musste in die Kabine. Eine Schwächung, die Polen kämpften sich im zähen Duell dennoch wieder ran (71:72/33.).
Es ging in die Overtime, Topscorer Schröder (18 Punkte) traf 17 Sekunden vor Schluss an der Freiwurflinie zum 96:94, die Polen vergaben die letzte Chance zum Ausgleich.
Nach dem siebten Erfolg im achten Qualifikationsspiel geht es Ende November mit dem Auswärtsspiel in Lettland und dem Rückspiel gegen Polen weiter. Dann greift der Titelverteidiger nach seinem Ticket.
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