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Tuesday, September 15, 2026

Auch Vorstandschefin soll gehen: UniCredit will offenbar Commerzbank-Aufsichtsräte der Bundesregierung loswerden

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Auch Vorstandschefin soll gehenUniCredit will offenbar Commerzbank-Aufsichtsräte der Bundesregierung loswerden

15.09.2026, 16:06 Uhr

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Auf das Frankfurter Geldhaus kommen große Veränderungen zu. (Foto: picture alliance/dpa)

Die UniCredit will die Commerzbank übernehmen. Vorstandschefin Bettina Orlopp spricht sich dagegen aus, hat damit aber letztlich keinen Erfolg. Nun sieht es so aus, als würde sie der Fusion zum Opfer fallen. Und auch die Aufsichtsratsitze der Bundesregierung sind den Italienern wohl ein Dorn im Auge.

UniCredit-Chef Andrea Orcel strebt Insidern zufolge im Zuge der Übernahme der Commerzbank die Ablösung von Vorstandschefin Bettina Orlopp an. Orcel spreche sich zudem gegen Forderungen der Bundesregierung aus, zwei Sitze im Aufsichtsrat der Commerzbank zu behalten, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen.

Die italienische Großbank, die sich einer Übernahme des deutschen Konkurrenten nähert, wolle auch, dass Commerzbank-Aufsichtsratschef Jens Weidmann seinen Posten räume, hieß es von zwei der Insider. UniCredit und die Commerzbank lehnten eine Stellungnahme ab. Das Bundesfinanzministerium wollte sich ebenfalls nicht weiter äußern.

Am Montag hatte es nach einem Treffen von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Orcel geheißen, die Bundesregierung bestehe mit ihrem Anteil von rund 13 Prozent auf zwei Sitzen im Aufsichtsrat des Frankfurter Instituts.

EZB würde Fusion wohl genehmigen

Die Bundesregierung hatte immer wieder erklärt, eine feindliche Übernahme abzulehnen. Mittlerweile ist dies aber nicht mehr zu verhindern. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hatte lange um die Unabhängigkeit des Frankfurter Kreditinstituts gekämpft. Doch das Mailänder Geldhaus, das vor zwei Jahren bei einer Auktion von Anteilen aus dem Besitz des Bundes zugegriffen und bei der Commerzbank mit 4,5 Prozent eingestiegen war, hat diese Beteiligung kontinuierlich ausgebaut und sich zuletzt fast 50 Prozent gesichert.

Durch die Fusion entstünde eine Bank mit einer Bilanzsumme von mehr als 1,3 Billionen Euro. Die Europäische Zentralbank tendiert Insidern zufolge dazu, die Transaktion zu genehmigen. In Europa werden immer wieder Forderungen nach grenzüberschreitenden Fusionen von Banken laut, um im Wettbewerb mit den großen US-Rivalen besser bestehen zu können.

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