KI-Ausgaben in Deutschland steigen um 50 Prozent auf 28,7 Milliarden Euro
In Deutschland werden in diesem Jahr fast 50 Prozent mehr für KI ausgegeben, etwa 40 Prozent davon entfallen auf generative KI wie ChatGPT, Claude, Microsoft Copilot oder Google Gemini. Das hat der Digitalverband Bitkom unter Berufung auf Zahlen von IDC mitgeteilt. Insgesamt wächst der deutsche KI-Markt – bestehend aus Software, Services und Hardware – demnach in diesem Jahr um 48 Prozent auf 28,7 Milliarden Euro, für generative KI werden 11,5 Milliarden Euro ausgegeben. Für das kommende Jahr erwartet IDC demnach ein leicht abnehmendes, aber immer noch extrem hohes Wachstum um 40 Prozent auf 40,3 Milliarden Euro für KI. Vor dem Hintergrund der immensen globalen Ausgaben für KI-Infrastruktur verblassen die Zahlen aber etwas.
Weiterhin enormes Wachstum
„Bei KI erleben wir den Übergang von der Experimentierphase zu einem breiten Einsatz“, erklärt Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst anlässlich der Veröffentlichung. KI-Anwendungen würden in Unternehmen jeder Größe und in allen Branchen genutzt, sie machten „Produkte besser und Prozesse schneller“. Der größte Anteil der Ausgaben entfällt laut dem Verband auf KI-Software, hier habe IDC ein Plus von 65 Prozent auf jetzt 16 Milliarden Euro ermittelt. Auf Dienstleistungen entfallen demnach weitere 6,8 Milliarden Euro (plus 30 Prozent) und auf Hardware noch einmal 5,8 Milliarden Euro (plus 32 Prozent). Im kommenden Jahr soll sich das Wachstum nur leicht verlangsamen.
Den hierzulande rasch wachsenden Ausgaben für KI stehen international vergleichbare Zahlen gegenüber, hier dominieren aber Investitionen in Infrastruktur. Erst vergangene Woche hat das Marktforschungsunternehmen Gartner eine aktualisierte Prognose vorgelegt, laut der die weltweiten Ausgaben für KI in diesem Jahr 2,7 Billionen US-Dollar erreichen (das sind etwa 2360 Milliarden Euro). Für 2027 rechnet Gartner mit einem Anstieg auf 3,6 Billionen US-Dollar, also etwa ein Drittel mehr. Auf Deutschland, wo etwa ein Prozent der Weltbevölkerung mehr als vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet, entfallen den Zahlen zufolge also gut ein Prozent der KI-Ausgaben. Die Zahlen stammen aber von unterschiedlichen Marktforschungsfirmen und sind nur bedingt vergleichbar.
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