Erster Todesfall seit 30 Jahren: Kind stirbt in den USA an Masern

- Der erste Masern-Todesfall in New York seit 30 Jahren verschärft die Debatte über die Impfskepsis in den USA.
- Ein Kind im Lewis County ist an den Folgen einer Maserninfektion gestorben.
- Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. warb zuletzt für die Impfung, schürte aber früher Ängste vor Nebenwirkungen.
Im US-Bundesstaat New York ist erstmals seit 30 Jahren ein Kind an Masern gestorben. «Ich bin zutiefst erschüttert über die Nachricht, dass ein Kind im Lewis County an den Folgen einer Maserninfektion gestorben ist», erklärte die Gouverneurin von New York, Kathy Hochul, am Montag. Es ist der erste tödliche Masernfall in dem Bundesstaat seit 30 Jahren.
Landesweit tausende Infektionen
Die USA erleben derzeit den grössten Masernausbruch seit mehr als 35 Jahren. Ende Oktober wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörden in 47 Bundesstaaten mehr als 4800 Infektionen verzeichnet. Hochul hatte im Oktober wegen eines Masernausbruchs in New York und angrenzenden Bundesstaaten den Notstand ausgerufen.
Die Masern gelten in den USA seit 2000 offiziell als ausgerottet. In den vergangenen Jahren stieg die Zahl der Infektionen aber wieder an. In den USA ist seit geraumer Zeit eine zunehmende Impfskepsis zu beobachten. Fachleute warnen vor einer Rückkehr potenziell tödlicher Krankheiten, die als weitgehend ausgerottet galten.
New York macht Trump-Regierung Vorwürfe
Die demokratische Gouverneurin Hochul warnte angesichts des tödlichen Masernfalls in New York vor den Folgen der Gesundheitspolitik der Regierung von Präsident Donald Trump. Sie warf ihr vor, «bewusst jahrzehntelange Fortschritte beim Schutz der Amerikaner vor vermeidbaren Krankheiten zu untergraben».
Trumps Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. gilt als ausgewiesener Impfskeptiker. Im Bezug auf Masern hat er sich seit seinem Amtsantritt Anfang 2025 wiederholt für die Masernimpfung ausgesprochen – in den Jahren zuvor hatte er aber immer wieder Angst vor Nebenwirkungen von Impfungen geschürt, die Experten nicht als erwiesen sehen.
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Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.
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