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Sunday, November 1, 2026

Die Wetterwoche im Schnellcheck: "Klaus" kommt - und verdrängt Wind und Regen

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Die Wetterwoche im Schnellcheck"Klaus" kommt - und verdrängt Wind und Regen

01.11.2026, 15:47 Uhr

imageVon Rainer Buchhop

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Grau, windig und trocken: Die kommende Wetterwoche wird herbstlich. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Woche legt stürmisch los, doch dann kommt Hoch "Klaus". Ab der Wochenmitte wird es weniger ungemütlich, aber nicht unbedingt sonniger. Im Mittelmeerraum wächst indes das Risiko für Sturzfluten und Überschwemmungen.

Hochdruckeinfluss bedeutet im November nicht automatisch Sonnenschein. Auch in der neuen Woche halten sich regional Nebel und Hochnebel. Zunächst mogelt sich außerdem eine schwache Wetterfront zwischen zwei Hochdruckgebiete und bringt der Nordhälfte etwas Regen. Bis zur Wochenmitte löst sie sich aber auf. Hoch "Jurij" wird abgedrängt, und von den Britischen Inseln her übernimmt Hoch "Klaus" mit einem Kerndruck von über 1040 Hektopascal die Regie.

Ganz ruhig geht es dabei vorübergehend nicht zu: Zwischen "Klaus" und Tiefdruckgebieten über Südeuropa nehmen die Luftdruckgegensätze zu. Besonders am Dienstag und Mittwoch frischt der Nordostwind auf und lässt die ohnehin niedrigen Temperaturen noch kälter erscheinen. Von Oberschwaben bis ins Saarland sind zeitweise starke bis stürmische Böen möglich, auf einigen Berggipfeln sogar Sturmböen mit einer Windstärke von bis zu 9 auf der Beaufort-Skala.

In der zweiten Wochenhälfte wird es freundlicher: In etwas trockenerer Luft setzt sich häufiger die Sonne durch, und ab Donnerstag lässt der Wind nach. Allerdings bleiben einige Regionen anfällig für hartnäckiges Grau - besonders der Nordosten und gebietsweise die Niederungen im Süden.

Für die Flüsse bringt diese Wetterlage keine nachhaltige Entspannung. Nennenswerte Niederschläge bleiben mittelfristig aus, die Pegel dürften deshalb vielerorts auf niedrigem Niveau verharren oder weiter sinken. Frachtschiffe können auf den betroffenen Abschnitten weniger laden. Für dieselbe Gütermenge sind dann mehr Fahrten oder zusätzliche Schiffe nötig. Das verteuert den Warentransport und kann Lieferungen verzögern. Ein generelles Fahrverbot bedeutet Niedrigwasser allerdings nicht.

Die Nacht zum Montag

Im Nordwesten fällt Regen, der sich im Laufe der Nacht bis in Teile Nordrhein-Westfalens ausbreitet. Zum Morgen lockern die Wolken an der Nordsee bereits wieder auf. Vom Südwesten bis in den Osten bleibt es teilweise trüb durch Nebel oder Hochnebel. Gebietsweise ist der Himmel aber auch gering bewölkt oder klar - vor allem in Teilen Baden-Württembergs, aber auch in der Pfalz und in der Mitte Bayerns. Unter den Regenwolken bleibt die Nacht mit 10 bis 7 Grad mild. Im Süden kühlt es auf plus 3 bis minus 2 Grad ab.

Montag

Von Nordrhein-Westfalen bis in den Nordosten fällt aus dichten Wolken zeitweise leichter Regen. Dahinter lockert es im Nordwesten auf, besonders rund um die Nordsee. Einzelne Schauer sind dort aber noch möglich. Vom Südwesten bis nach Berlin und Brandenburg gibt es Chancen auf freundliche Phasen. Am häufigsten zeigt sich die Sonne vom Oberrhein und vom Neckar bis in die Rhön. Im Süden Bayerns halten sich dagegen oft kompakte Wolken, an den Seen ist es teilweise neblig-trüb.

Im Nordwesten und entlang des Rheins wird es mit 10 bis 13 Grad mild. Sonst bleiben die Höchstwerte meist einstellig, vielerorts bei 8 oder 9 Grad. Wo der Nebel nicht weicht, bleibt es kalt.

Dienstag

Gebietsweise bestimmen dichte Wolken oder Hochnebel das Bild. Im Norden fällt stellenweise noch etwas Regen. Der Südwesten hat regional Chancen auf heiteres Wetter, während im Südosten viele Wolken hängen bleiben. Dort bleibt es aber weitgehend trocken. Die Temperaturen erreichen 3 bis 11 Grad. Von der Mitte bis in den Südwesten weht ein mäßiger bis frischer Nordostwind, der sich unangenehm kalt anfühlt.

Mittwoch

Sonne und Grau liegen weiterhin nebeneinander: Regional scheint die Sonne zeitweise oder länger, andernorts bleibt es neblig-trüb oder stark bewölkt. Abgesehen von örtlichem Sprühregen ist es trocken. Meist werden 7 bis 11 Grad erreicht. In den trüben Niederungen im Süden bleiben die Temperaturen teilweise unter 4 Grad. In der Mitte und im Süden weht weiterhin ein mäßiger bis frischer Nordostwind, der die gefühlten Temperaturen drückt.

Donnerstag

Die Sonne bekommt mehr Raum, die trüben Regionen werden kleiner. Gleichzeitig lässt der Wind nach. Die Höchstwerte liegen zwischen 5 und 11 Grad.

Freitag

Regional wird es recht sonnig. Im Nordosten sowie gebietsweise in den Niederungen im Süden halten sich dagegen Nebel und Hochnebel. Entsprechend unterschiedlich fallen die Temperaturen aus: Im Dauernebel bleiben sie unter 4 Grad, sonst werden meist 7 bis 11 Grad erreicht.

Wochenende

Der Wechsel zwischen sonnigen Regionen und hartnäckigen Nebel- oder Hochnebelfeldern setzt sich fort. Den Südwesten könnten Tiefausläufer mit etwas Regen streifen. An den Temperaturen ändert sich voraussichtlich wenig, eventuell wird es noch einen Tick kühler.

Unwettergefahr am Mittelmeer

Die größten Unwetterrisiken liegen zu Wochenbeginn zwischen Süditalien, der südlichen Adria, West- und Nordgriechenland sowie der östlichen Ägäis und der Südwesttürkei. Ab Dienstag beziehungsweise zur Wochenmitte kommt ein zweiter Schwerpunkt im westlichen Mittelmeer hinzu: zunächst an Spaniens Mittelmeerseite und auf den Balearen, später möglicherweise auch zwischen Südfrankreich und Korsika. Hauptgefahr ist Starkregen, örtlich verbunden mit Sturzfluten, Überschwemmungen und Erdrutschen. Die östliche Lage ist zeitlich und räumlich bereits konkreter als die westliche.

Auch die Entwicklung eines Medicanes, eines tropensturmähnlichen Tiefs über dem Mittelmeer, ist nicht ausgeschlossen - bislang gibt es aber noch keine Erkenntnisse, die darauf hindeuten. Was sich in den nächsten Tagen über Südeuropa tut, sollte unter Beobachtung bleiben.

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