heise+ | Sportfotografie: Profifotograf Felix Diemer über Vorbereitung und Bildstrategie
Wer Sport fotografiert, kennt den Reflex: schnellere Kamera, längeres Objektiv, mehr Bilder pro Sekunde. Felix Diemer arbeitet seit Jahren an der Spitze – für die SailGP-Rennserie, in Wimbledon, beim London Marathon – und widerspricht dieser Logik freundlich, aber bestimmt. Entscheidend sei nicht, wie schnell man auslöst, sondern wie früh man erkennt, wo ein Bild entstehen kann.
Im Interview mit c’t Fotografie macht Diemer transparent, wie das funktioniert: wie er Rennkurse liest, warum er mit zwei oder drei Kameras gleichzeitig arbeitet, welche Verschlusszeiten er bei welcher Sportart ansetzt und wann er bewusst die Blende statt der ISO verändert.
Besonders aufschlussreich sind seine Antworten dort, wo gängige Rezepte versagen – etwa auf einer schwankenden Begleitboot-Plattform, bei Gegenlicht ohne Kontrast oder in dem Moment, in dem ein F50-Katamaran mit 90 Kilometern pro Stunde aus der Kontrolle gerät. Diemer benennt außerdem die aus seiner Sicht drei häufigsten Fehler ambitionierter Einsteiger. Wer die eigene Sportfotografie weniger auf Glück und mehr auf Methode stellen möchte, findet hier Profierfahrungen, die Equipment-Fragen bewusst unterordnen.
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