DietPi 10.7: Linux für Einplatinencomputer bessert Probleme aus
DietPi 10.7 bringt zahlreiche Verbesserungen, einige neue Softwarepakete und Korrekturen für teils gravierende Fehler der Vorversion mit. Die Linux-Distribution ist auf Einplatinencomputer wie Raspberry Pis spezialisiert, unterstützt jedoch anders als das offiziell dafür verfügbare Raspberry Pi OS diverse Single-Board-Computer (SBC) in ähnlicher Bauform von anderen, vorrangig chinesischen Anbietern wie Orange Pi oder Radxa.
Am vergangenen Wochenende erschien DietPi 10.7 und folgt damit dem monatlichen Update-Zyklus. In den Release-Notes fassen die Maintainer die zahlreichen Änderungen zusammen. Das Projekt stellt neue Container-Dateien bereit und unterstützt nun ARMv8-VMs. Als neu unterstützter Einplatinencomputer nennen die Entwickler LubanCat 4, das auf einem Rockchip RK3588S-SoC basiert. Neue Software-Bundles lassen sich jetzt mit der Softwareverwaltung einfach einrichten, etwa HomeBox, das beispielsweise die Übersicht über Garantie-Ablaufdaten oder Wartungspläne liefert oder Scrypted als Videoplattform etwa für Netzwerkkameras.
Die Netzwerkkonfiguration mittels dietpi-network wurde überarbeitet und ermöglicht das Einrichten komplexerer Netzwerkstrukturen mit mehreren Ethernet- und WLAN-Schnittstellen und zugehörigem Routing. Einige Fehlerkorrekturen sind ebenfalls eingeflossen. Sofern auf Raspberry Pis DRM/KMS in der „config.txt“ aktiviert war, ignorierte DietPi zuvor dtparam-Einträge. Auf Orange Pi 5 und 5B liefen seit DietPi 10.5 die USB-2.0- und USB-C-Ports nicht mehr. Bei den Softwarepaketen haben die Programmierer zudem kleinere Fehler in Ampache, WiringPi, Roon Bridge und Immich ausgebessert.
Die Aktualisierung der Linux-Distribution DietPi auf Version 10.7 mit integriertem „dietpi-update“-Tool.
(Bild: heise medien)
DietPi: Update installieren
Um das Update anzuwenden, müssen Interessierte sich in ihr System einloggen. Die Übersicht zeigt dann bereits das verfügbare Update auf – zum Zeitpunkt der Meldung – DietPi 10.7.2 an. Der Aufruf von dietpi-update startet das mitgeleiferte Upgrade-Tool, das etwa auch anbietet, ein Backup der aktuell laufenden Fassung zu machen. Das ist dringend zu empfehlen, da Updates manchmal etwa Kernel-Module und Overlays durcheinanderwürfeln, was sich manchmal nicht auf die Schnelle beheben lässt und dann gegebenenfalls dazu führt, dass einige Komponenten nicht wie gewünscht funktionieren. Nur der erste Lauf benötigt etwas mehr Zeit, künftige Backups vor Updates laufen dann in deutlich geringerer Zeit von wenigen Minuten ab.
DietPi ist nicht nur recht komfortabel bei der Einrichtung und Verwaltung der unterschiedlichsten SBCs im Terminal, sondern hat einen schmalen Fußabdruck und unterstützt auch exotische Hardware. Im vergangenen Jahr kam etwa Support für das RISCV-basierte SBCs wie das Starfive Visionfive 2 hinzu.
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