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Wednesday, October 7, 2026

Mord an "Bierkönig"-Betreiber von 1997: "XY" sucht Hinweise

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Cold Case auf Mallorca: Wie der Dreifachmord an Manfred Meisel und zwei weiteren Personen den Ermittlern seit 1997 Rätsel aufgibt.

07.10.2026 | 6:03 min

Es ist eines der rätselhaftesten Verbrechen auf Mallorca. Ereignet hat sich die Tat in der Nacht zum 12. November 1997. Tatort: Die Finca des deutschen Gastronoms und "Bierkönig"-Betreibers Manfred Meisel bei S’Aranjassa. Der Hausherr, sein achtjähriger Sohn Patrick und die Tierpflegerin Claudia Leisten, die auf dem Anwesen arbeitete, wurden eiskalt erschossen. Der oder die Täter gingen gezielt und professionell vor.

Gesellschaft | Aktenzeichen XY… Ungelöst

:XY International vom 07.10.2026

Diese Ausgabe widmet sich internationalen Kriminalfällen. Im Mittelpunkt stehen ein Tötungsdelikt in Spanien, ein Vermisstenfall in Frankreich sowie weitere grenzüberschreitende Ermittlungsfälle.

"Aktenzeichen XY... International vom 07. Oktober 2026": Moderator Rudi Cerne steht im Studio, im Hintergrund ein Bildschirm, auf dem ein Fall der Sendung abgebildet ist.

Livestream

Vom Gastronomen zum Millionär

Manfred Meisel war Ende der 1980er-Jahre von Frankfurt am Main nach Mallorca ausgewandert. Dort machte er den "Bierkönig" zu einem der bekanntesten Party-Lokale der Insel.

Neben der Gastronomie betrieb er eine Papageienzucht. Zeitweise galt er als einer der größten Papageienzüchter Europas. Auf seinem Anwesen lebten rund 2.200 Vögel, ihr Wert ging in die Millionen.

Die Polizei verfolgte über Jahre unterschiedliche Ermittlungsansätze. Als mögliches Tatmotiv galten zum Beispiel wirtschaftliche Rivalitäten in Zusammenhang mit der Vogelzucht. Auch mögliche Verbindungen zur Organisierten Kriminalität wurden überprüft - ohne Erfolg.

Nachgestellte Szene: Zwei Leichen liegen mit Blutpfützen neben ihren Köpfen auf dem Boden. Ein Kripo-Beamter kniet neben ihnen. Im Hintergrund fotografiert ein Mitglied der Spurensicherung den Tatort.

XY-Szenenfoto: In einem Nebengebäude der Finca auf Mallorca hat die Polizei zwei der drei Leichen gefunden.

Quelle: ZDF

Raubmord wahrscheinlich

2007 wurde ein Tatverdächtiger aus dem Umfeld Manfred Meisels festgenommen - ein persönliches Motiv stand im Raum. Für eine Anklage reichten die Indizien jedoch nicht aus.

Da Manfred Meisel deutscher Staatsbürger war, sind auch deutsche Behörden für den Fall zuständig. Aus ihrer Sicht spricht einiges für einen Raubüberfall. Auf den ersten Blick wurde aus der Finca zwar nichts geraubt und Meisel hatte den Tresorschlüssel beim Mord in der Hosentasche. Der Gastronom soll aber viel Bargeld zu Hause gehabt haben, das sich nicht zwangsläufig im Tresor befunden haben muss.

Rätselhaft bleibt auch, dass die Wachhunde auf dem Grundstück nicht angeschlagen haben. Wurden sie betäubt? Neue Erkenntnisse legen das nahe.

Karte von Mallorca: Darauf sind die Finca auf Mallorca und der "Bierkönig" engezeichnet.

Der Schauplatz des Verbrechens in S’Aranjassa auf Mallorca

Quelle: OpenStreetMap / MapTiler-Karten / ZDF

Schuhspuren liefern Hinweise auf Täter

Unklar ist bis heute: Agierte der Mörder allein oder waren mehrere Personen an der Tat beteiligt? Schuhabdruckspuren am Tatort belegen, dass zumindest einer der Täter kleine Füße und damit vermutlich auch eine kleine Statur hatte.

Als Tatwaffe diente eine Handfeuerwaffe, Kaliber 6,35 mm. Am Tatort fand man Munition des südafrikanischen Herstellers PMP und der tschechischen Firma S&B.

Ermittlungen laufen weiter

In Spanien ist der Fall inzwischen verjährt. Wegen Meisels deutscher Staatsbürgerschaft ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main jedoch weiter. Die Hoffnung: dass sich nun, fast 30 Jahre nach der Tat, endlich entscheidende Zeugen melden.

Fragen nach Zeugen

  • Wer hat Informationen über Manfred Meisel, sein Umfeld oder über die Zeit rund um die Tat? Das Verbrechen ereignete sich in der Nacht zum 12. November 1997.
  • Wer hat verdächtige Beobachtungen gemacht, die mit der Tat in Verbindung stehen könnten?
  • Wem gehörte 1997 eine Handfeuerwaffe Kaliber 6,35, möglicherweise in Verbindung mit der verwendeten Munition?
  • Hat sich der Täter oder einer der Täter jemandem anvertraut, die Tat gebeichtet oder Andeutungen gemacht?

Kripo Frankfurt am Main
Telefon: 069 / 755 983 99
Ab 08. Oktober: 069/ 755 0
E-Mail: mordkommission.ppffm@polizei.hessen.de

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