Mädchen (3) stirbt nach Besuch im Streichelzoo

- Eine Dreijährige in Australien ist nach sechs Wochen auf der Intensivstation an den Folgen einer schweren E.-coli-Infektion gestorben.
- Die Familie vermutet eine Ansteckung bei einem Besuch auf einem Hof mit Streichelzoo.
- Das Mädchen erkrankte am lebensgefährlichen HUS und erlitt Nierenversagen und dauerhafte Hirnschäden.
«Wir haben unser geliebtes Mädchen verloren.» Mit diesen Worten verabschieden sich die Eltern einer Dreijährigen aus Victoria im Süden Australiens von ihrer Tochter. Sechs Wochen lang kämpfte das Mädchen auf der Intensivstation ums Überleben. Am 31. August starb es, wie der australische Sender ABC berichtet.
Mit E.-coli-Bakterien angesteckt
Zuvor war die Dreijährige mit ihrer Familie auf einem Hof mit Streichelzoo gewesen. Dort soll sie Tiere gehalten und gestreichelt haben und auf ihnen geritten sein. Die Familie vermutet laut ABC, dass sich ihre Tochter dabei mit E.-coli-Bakterien angesteckt haben könnte.
Bewiesen ist der Zusammenhang jedoch nicht. Die australischen Gesundheitsbehörden konnten bislang keinen bestimmten Betrieb mit dem Todesfall in Verbindung bringen. Auch ein zweijähriger Bub erkrankte laut 9News am hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS), erholte sich aber wieder. Eine gemeinsame Infektionsquelle für die beiden Fälle wurde gemäss den Behörden nicht gefunden.
«Sie hat so hart gekämpft»
Für die Eltern folgten sechs Wochen zwischen Hoffen und Bangen. Zunächst hätten sie an eine vollständige Genesung geglaubt. Später stand die Frage im Raum, wie das Leben ihrer Tochter überhaupt noch aussehen könnte.
Nicht zu wissen, ob das eigene Kind je wieder «sprechen, lächeln, laufen, spielen oder uns erkennen» könne, beschreiben sie gegenüber ABC als «Folter». «Sie war mutig und sie hat so hart gekämpft», schreiben die Eltern auf der GoFundMe-Seite.
Führte zu Nierenversagen und Hirnschäden
Die Dreijährige erkrankte am HUS. Die seltene und lebensgefährliche Erkrankung kann durch bestimmte E.-coli-Bakterien, sogenannte STEC, ausgelöst werden. Bei dem Mädchen führte sie laut ABC zu Nierenversagen und dauerhaften Hirnschäden.
Ein ähnlicher Fall sorgte zuletzt in Italien für Schlagzeilen: Ein 13-jähriger Bub starb, nachdem er neun Jahre zuvor durch E.-coli-Bakterien in Rohmilchkäse an HUS erkrankt und ins Wachkoma gefallen war.
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Nach Tierkontakt gründlich die Hände waschen
STEC-Bakterien kommen laut den Gesundheitsbehörden unter anderem bei Nutztieren wie Rindern, Schafen und Ziegen vor. Besonders kleine Kinder können schwer erkranken.
Die Behörden raten deshalb nach Tierkontakt zu gründlichem Händewaschen mit Wasser und Seife. Zu den ersten Symptomen gehören laut 9News unter anderem Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Blutiger Durchfall kann auf HUS hindeuten.
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Hier findest du Hilfe:
Kindsverlust.ch, Beratung bei Kindstod vor, während und nach Geburt
SIDS, nach plötzlichem Kindstod
Appella, Telefon- und Onlineberatung bei früher Fehlgeburt
Pro Pallium, Trauergespräche und Trauertreffen
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