"Bullen müssen draußen bleiben!": Zugemauertes Gästetor löst vor Pokalspiel in Essen Eklat aus

Zugemauertes Gästetor löst vor Pokalspiel in Essen Eklat aus
27.10.2026 | 13:03 Uhr
Was für eine böse Überraschung für Rot-Weiss Essen: Vor dem heutigen DFB-Pokalspiel des Drittligisten gegen RB Leipzig haben Unbekannte den Zugang zum Gästebereich zubetoniert. Eine Aktion, die die Fans erregt.
"Red Bull verleiht doch Flüüüügel!" Mit Humor reagieren einige Fußballfans auf eine Straftat, die am frühen Morgen in Essen Aufsehen erregt. Vor dem DFB-Pokalspiel am heutigen Abend an der Hafenstraße zwischen Rot-Weiss Essen und RB Leipzig haben Unbekannte den Zugang zum Gästebereich zubetoniert, wie die Funke-Mediengruppe zuerst berichtete. Zwei Zäune wurden durch den Beton in einem Gestell miteinander verbunden, so dass sie einen Zutritt über diesen Weg unmöglich machten. Wem diese Aktion gilt, ist klar. Denn an einem der Zäune hing der Aufkleber: "RB Bullen müssen heute draußen bleiben."
Sofort nach Bekanntwerden der bösen Überraschung haben sich sowohl städtische Mitarbeiter als auch Vertreter von RWE darum bemüht, den Schaden so schnell wie möglich zu beseitigen und den Zugang für die Anhänger der Gastmannschaft aus Leipzig am heutigen Abend zu ermöglichen. Obwohl natürlich bisher nicht bekannt ist, wer hinter der Aktion steckt, darf man davon ausgehen, dass aller Voraussicht nach Fans von Rot-Weiss Essen diesen speziellen Streich ausgeheckt haben.
Anzeige
Ein Tor würde dem Spiel guttun: Das ultimative Buch der Fussball-Wahrheiten
18
16,90 €
Im Netz sind sich die Fußballanhänger allerdings nicht wirklich darüber einig, wie man die Aktion bewerten soll. Die Bandbreite der Reaktionen ist weit. Abwägend meint ein Fan: "Kann es verstehen, gegen die Dosen spielt keiner gerne. Wurde ja nichts zerstört, nur halt blockiert. Wird unter den Fans bestimmt gefeiert. Auf sowas musst du erstmal kommen."
RWE-Fans zwiegespalten: "So doof muss man erstmal sein"
Besonders die RWE-Fans schwanken zwischen Befürwortung ("Richtig und wichtig") und Sorge um den eigenen Verein: "Das einzig Humoristische daran ist, dass sich andere Anhänger darüber kaputtlachen können, wie unsere Deppen mit der eigenen Spielstätte umgehen. Wer zahlt es am Ende (und wenn nicht direkt, dann bei kommenden Rechnungen kalkulatorisch inkludiert)? Genau: der ach so geliebte eigene Verein. So doof muss man erst einmal sein."
Ein Fan stellt eine sinnvolle, wie natürlich eher ketzerisch gemeinte Frage: "Kommen denn überhaupt Gäste?" Und tatsächlich waren bis heute Morgen erst 17.200, der rund 20.000 zur Verfügung stehenden Karten im Vorverkauf abgesetzt. Und das lag vor allem an den Gästen aus Leipzig. Da RB schon frühzeitig absehen konnte, dass die rund 2500 Tickets, auf die der Klub theoretisch Anspruch hat, nicht im eigenen Lager verkauft werden, hatte man RWE bereits einen kompletten Block für die eigenen Anhänger zurückgegeben.
Zum Autor
- Ben Redelings ist ein Bestseller-Autor und Komödiant aus dem Ruhrgebiet.
Jüngst ist das Buch "Ein Tor würde dem Spiel guttun. Das ultimative Buch der Fußball-Wahrheiten" frisch in einer aktualisierten und erweiterten Neuauflage erschienen.
Mit seinen Fußballprogrammen ist er deutschlandweit unterwegs. Infos und Termine auf www.scudetto.de.
Zuletzt hatten die beiden Vereine im August 2024 gegeneinander an der Hafenstraße im DFB-Pokal gespielt. Damals unterlag Rot-Weiss Essen dem Bundesligisten mit 1:4. Dass die Partie hitzig werden dürfte, war schon vor der Straftat am Stadiontor klar. Doch die Aktion wird natürlich weitere Emotionen unter den Fans beider Lager hervorrufen. Unbeteiligte Fußballfans in Deutschland haben nach diesem skurrilen Streich für den heutigen Abend aber wohl schon einen Favoriten gefunden. "Wie geil! Das macht Rot-Weiss gleich sympathisch", war wenigstens der Tenor nicht weniger Anhänger im Netz.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.

