Bei Zoma droht eine verlockende 30 Millionen Euro plus X große Zwickmühle
Gegen Ende der Transferperiode hatte Joti Chatzialexiou eine 20-Millionen-Offerte für den frischgebackenen italienischen Nationalspieler abgelehnt, obwohl damit seine Wochen zuvor gesetzte Schmerzgrenze erfüllt worden wäre. Eine goldrichtige Entscheidung.

Mohamed Ali Zoma feierte jüngst sein Debüt bei der Squadra Azzurra. IMAGO/Giuseppe Maffia
Dass der Start des 1. FCN mit fünf Siegen und einem Remis so gelungen verlief, ist nicht die ganz große Überraschung. Früh in der Vorbereitung zeichnete sich dies ab. Der im Gegensatz zu den Vorjahren weitestgehend zusammengehaltene Kader jedenfalls gab Anlass zu berechtigtem Optimismus.
Nur eine Unbekannte gab es, die der Zuversicht rüde in die Beine zu grätschen drohte: Kann der Club Mohamed Ali Zoma halten? Eine Frage, bei der man mit Blick auf die Qualitäten des pfeilschnellen Stürmers eher zu einem Nein tendierte. Zumal Sportvorstand Joti Chatzialexiou ja auch stets realitätsbezogen betonte und betont, dass es den Begriff "unverkäuflich" im deutschen Profi-Fußball höchstens bei den Bayern gebe, nicht aber in Liga 2.
Im Wissen um den Wert Zomas legte er die Schmerzgrenze zu Beginn des Sommers gleich mal auf rund 20 Millionen Euro fest. Eine damals exorbitant anmutende Summe, denn Zomas Marktwert wurde auf rund acht Millionen taxiert. Mit besagtem Wert ist es jedoch so eine Sache - der existiert nur auf dem Papier, in der Realität regelt den die Nachfrage.
Wandelt Zoma auf den Spuren von Brown und Tzimas?
Und die schürte der 22-Jährige mit seinen Toren und Leistungen zum Saisonstart derart an, dass gegen Ende der Transferperiode laut dem Sportvorstand unter anderem West Ham United seine Forderung erfüllt hätte. Doch Schmerzgrenze hin oder her, Chatzialexiou lehnte auch aufgrund der glänzenden sportlichen Situation ab und erklärte den Italiener zumindest bis zur Winterpause für unverkäuflich. Verständlich, denn 20 Millionen Euro machen sich mickrig im Vergleich dazu aus, was ein Aufstieg den Franken bringt. Konservativ gerechnet kommt man mit der Verdopplung des TV-Geldes sowie der Steigerung bei den Zuschauer- und Sponsoreneinnahmen deutlich über 20 Millionen Euro.
Heute kann sich der Sportvorstand für seine Entscheidung erst recht feiern lassen. In der Zwischenzeit wurde der in der Lombardei geborene Angreifer mit ivorischen Wurzeln schließlich Nationalspieler seines Heimatlandes, was wiederum nun die besagte 20-Millionen-Euro-Forderung als zu gering erscheinen lässt. Dass in der Winterpause ein zahlungskräftiger Klub mit einer 30-plus-X-Euro-Offerte ums Eck kommt, ist längst keine utopische Vision mehr.
Nur, was dann? Eigentlich kann der FCN diese trotz seiner nunmehr ordentlichen Finanzlage nicht ablehnen, zugleich wäre dies aber auch ein fatales Signal für seine sportlichen Ambitionen. Und dass diese auch in ein paar Wochen unverändert verheißungsvoll sein werden, davon ist auszugehen. Für diese sich androhende, zugegebenermaßen angenehme Zwickmühle hatte sich der FCN jedoch in der jüngsten Vergangenheit schon mal selbst eine Lösung gegeben: Nathaniel Brown (damals nach Frankfurt) und Stefanos Tzimas (Brighton & Hove Albion) wurden im Winter verkauft, spielten aber auf Leihbasis die Saison beim FCN zu Ende.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.