«Wer wird Millionär?»-Kandidatin macht Jauch mit ihrem Job sprachlos

Erinnert an Klinik, ist aber keine
«Wer wird Millionär?»-Kandidatin macht Jauch mit ihrem Job sprachlos
Günther Jauch bringt bei «Wer wird Millionär?» nichts so leicht aus der Ruhe. Doch der Beruf einer Kandidatin lässt den Moderator dann doch sprachlos zurück. Diese arbeitet nämlich in einem Raum mit weissen Kacheln und medizinischen Utensilien – könnte aber von einer Ärztin kaum weiter entfernt sein.
Publiziert: vor 21 Minuten
- Bei «Wer wird Millionär?» spricht Kandidatin über Studi-Job als Domina
- Im sogenannten weissen Bereich im Dominastudio nutzte sie Pflegewissen für Katheter, Nadeln und Einläufe
- Sie betont die Relevanz von Einvernehmlichkeit und arbeitet heute im medizinischen Bereich
Silja AndersRedaktorin People
Ein ungewöhnlicher beruflicher Abstecher sorgt bei «Wer wird Millionär?» für Gesprächsstoff: Jennifer Holzendorf aus Oranienburg berichtet Günther Jauch von einer Tätigkeit, bei der ihr Wissen aus der Krankenpflege eine ganz neue Anwendung fand. Rund ein Jahr lang arbeitete sie in einem Dominastudio – allerdings nicht aus Leidenschaft für die Branche, sondern vor allem, um ihr Studium der Kardiotechnik finanzieren zu können. Da sie keinen Anspruch auf Ausbildungsförderungsgelder (BAföG) hatte, musste sie sich selbst um ihren Lebensunterhalt kümmern.
Auf den ungewöhnlichen Job brachte sie eine Freundin. Diese schlug Holzendorf vor, sich bei einem Dominastudio zu bewerben. Ihre Vorkenntnisse aus dem medizinischen Bereich kamen dort offenbar gerade recht. Bei ihrem Vorstellungsgespräch habe man ihr erklärt: «Du kommst aus der Klinik. Wir brauchen jemanden für den weissen Bereich», erzählt sie in der RTL-Quizshow.
Kein medizinischer Zweck, aber besserer Lohn
Im sogenannten weissen Bereich stehen medizinisch geprägte Praktiken im Mittelpunkt. Dazu gehören beispielsweise das Legen von Kathetern und Nadeln oder die Durchführung von Einläufen. Tätigkeiten, mit denen Jennifer Holzendorf aus ihrem früheren Arbeitsalltag im Spital bereits bestens vertraut war. Einen entscheidenden Unterschied zum Pflegeberuf gab es allerdings: «Man wird besser bezahlt.»
Die Kandidatin beschreibt ihren damaligen Arbeitsort als einen weiss gefliesten Raum, dessen Einrichtung stark an ein Krankenzimmer erinnert habe. Zur Ausstattung zählten unter anderem ein Spekulum, Katheter und Infusionen. Die Ex-Domina erklärt, dass es neben der weissen auch die schwarze Domina gebe, die dem geläufigen Berufsbild entspreche.
Doch braucht es für einen solchen Beruf nicht auch eine gewisse Überwindung? Diese Frage stellt der Moderator seiner Kandidatin. Holzendorf sieht gerade in ihrer Ausbildung und Berufserfahrung einen Vorteil. Menschen, die in der Pflege tätig seien, hätten häufig weniger Berührungsängste im Umgang mit anderen Personen, erklärt sie.
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Wichtig: Es muss alles einvernehmlich sein
Besonders wichtig sei dabei die Freiwilligkeit. Für Ex-Domina steht ausser Frage, dass sämtliche Praktiken nur dann in Ordnung sind, wenn alle Beteiligten damit einverstanden sind. «Solange diese Person niemand anderem schadet und alles einvernehmlich ist, kann doch jeder machen, was er möchte.» Auch ein vorher vereinbartes Codewort könne dabei für zusätzliche Sicherheit sorgen.
Inzwischen hat Jennifer Holzendorf beruflich einen anderen Weg eingeschlagen. Heute arbeitet sie als Clinical Specialist im klinischen Außendienst. Dort unterstützt sie Ärzte bei der Reparatur erkrankter Herzklappen – und ist damit wieder ganz offiziell im medizinischen Bereich angekommen.
Die betreffende Ausgabe von «Wer wird Millionär?» ist bei RTL+ bereits abrufbar. Die Ausstrahlung im linearen RTL-Programm ist für den 2. November angekündigt.
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