So geniesst ehemaliger Odi-Konkurrent sein Leben als Rentner


Darum gehts
- Tennis, Padel, Trailrunning und Velo: Alexis Pinturault entdeckt nach dem Karriereende neue Sportarten.
- Der 35-jährige Franzose leitet heute die Familienhotelgruppe «Maison Pinturault» in Courchevel.
- «Im Leben hat alles seine Zeit. Das Kapitel Skifahren ist abgeschlossen», sagt Pinturault.
Für Alexis Pinturault hat sich mit seinem ersten Sommer als Ski-Rentner vieles verändert. «Normalerweise wäre das die Zeit, in der wir auf Skiern stehen und auf die Südhalbkugel reisen», sagte der frühere Ski-Champion im Interview mit 20 Minuten.
Nach seinem Karriereende auf der Piste sieht der Alltag des ehemals grössten Konkurrenten von Marco Odermatt nun aber etwas anders aus: Am vergangenen Wochenende war er beispielsweise als Botschafter im Radsport unterwegs. Dabei wird ihm der Unterschied zu seinem früheren Leben besonders bewusst: «Ich merke, wie klar sich mein Alltag von früher unterscheidet.»
Mehr Zeit für die Familie
Ganz zum Stillstand gekommen ist sein sportlicher Rhythmus aber nicht. «Und das fühlt sich langsam ein wenig seltsam an», äussert sich Pinturault im Gespräch vor Ort in Frankreich, unweit des Familienbetriebes, der heute seinen beruflichen Alltag prägt.
Dennoch erlebt der 35-jährige Savoyer diese Veränderung als Bereicherung. «Ich bin glücklich, mehr Zeit für meine Liebsten und meine Familie zu haben», sagte er lächelnd. «Im Leben hat alles seine Zeit. Das Kapitel Skifahren ist abgeschlossen und nun beginnt ein neues.»
Neue Aufgabe in der Hotellerie
Sein neues Leben spielt sich nach dem Ende seiner Ski-Karriere vor allem in der familiengeführten Hotelgruppe «Maison Pinturault» in Courchevel ab. Pinturault arbeitet dort gemeinsam mit seiner Schwester Sandra unter anderem an der Entwicklung von neuen Projekten.
Für all das hat er heute deutlich mehr Zeit – es sind Momente, die in seinem bisherigen Leben als Spitzensportler oft zu kurz gekommen sind: «Bisher haben solche Momente bedeutet, dass das Training anschliessend zu kurz kam.» Heute weiss er, dass er die dadurch verlorene Zeit zwar nicht aufholen kann, aber das Beste aus dem machen kann, was bleibt.
Ausprobieren neuer Sportarten
Der Sport bleibt dennoch unverzichtbar für ihn – das verrät auch seine unveränderte Statur. Nur der Druck der Stoppuhr sei verschwunden: «Ich mache heute nur Sportarten, die während meiner Karriere kaum oder gar nicht möglich waren», erklärte er.
Tennis, Padel, Trailrunning, Laufen und Velofahren stehen nun auf dem Programm. Etwas Krafttraining bleibt ebenfalls Teil seines Alltags. «Wenn man als Skifahrer mit Krafttraining aufhört, baut man sehr schnell ab.»
Welche neue Leidenschaft würdest du nach deinem Berufsleben als Erstes ausprobieren?
Robin Carrel (rca) ist Journalist und Leiter der Sportredaktion bei 20 minutes, wo er seit 2011 tätig ist. Er arbeitet ausserdem für lematin.ch.
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