Lawrow besucht die Mullahs: Iran: Kooperation mit Russland so eng wie nie zuvor

Lawrow besucht die MullahsIran: Kooperation mit Russland so eng wie nie zuvor
20.10.2026, 10:00 Uhr

Ihrer Zusammenarbeit scheint dies eher förderlich: Russland und der Iran zählen zu den am stärksten sanktionierten Staaten der Welt. In Teheran trifft der russische Außenminister Lawrow nun seinen iranischen Amtskollegen, und es gibt offenbar viel zu besprechen.
Die Zusammenarbeit zwischen dem Iran und Russland ist nach den Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi enger denn je. "Noch nie in unserer Geschichte haben der Iran und Russland so eng zusammengearbeitet wie jetzt", erklärte Araghtschi nach einem Besuch seines russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in Teheran bei X. Bei den gemeinsamen Gesprächen seien "alle Themen von Europa bis Westasien" besprochen worden, erklärte er.
Es sei "um den Libanon, Palästina, die Ukraine und den Jemen gegangen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Ausbau der wirtschaftlichen und nuklearen Zusammenarbeit", schrieb Araghtschi. Vor dem Besuch hatte Lawrow erklärt, die Bemühungen Moskaus zielten darauf ab, "die Rückkehr eines großangelegten Krieges zu verhindern". Russland führt seit viereinhalb Jahren einen großangelegten Krieg gegen die Ukraine.
Zuvor hatte Kremlchef Wladimir Putin dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian mitgeteilt, Moskau sei bereit, zu Vermittlungen beizutragen. Die Gespräche zwischen dem Iran und den USA über eine Beendigung des Kriegs waren zuvor ins Stocken geraten. Russland und der Iran zählen zu den am stärksten sanktionierten Staaten der Welt und unterhalten enge Beziehungen.
Der Iran-Krieg war Ende Februar durch US-israelische Angriffe auf den Iran ausgelöst worden. Trotz der Vereinbarung einer Waffenruhe im April und einem Rahmenabkommen zwischen beiden Seiten dauern die Kämpfe rund um die Straße von Hormus weiter an.
Der Iran beansprucht die Kontrolle über die für den weltweiten Ölhandel strategisch wichtige Meerenge und greift Schiffe an, die sie ohne seine Genehmigung durchqueren. Die USA blockieren ihrerseits iranische Häfen.
Aus Moskau hatte es vor dem Besuch geheißen, Lawrow wolle sich in Teheran auf "Wege zur Beilegung der aktuellen Krise konzentrieren, die durch die illegale Aggression der USA und Israels" ausgelöst worden sei. Der Krieg sei ein Schlag für Stabilität und Sicherheit "nicht nur im Nahen und Mittleren Osten, sondern auch auf globaler Ebene" gewesen.
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