WM-Playoffs: 3 Rückkehrerinnen – Navarro setzt auf bewährte Kräfte – und auf Peng im Tor

- Die Schweizer Frauen-Nati tritt ohne Neulinge, aber mit drei Rückkehrerinnen zu den WM-Playoff-Spielen gegen Israel an.
- Nati-Coach Rafel Navarro beruft Alena Bienz, Svenja Fölmli und Alisha Lehmann zurück ins Kader.
- Die Spiele der 1. Playoff-Runde finden am 9. und 13. Oktober statt.
Der Nationaltrainer Rafel Navarro hat bei der Kaderbekanntgabe am Dienstag in Muri BE gegenüber den Medien mitgeteilt, dass er sich auf eine Nummer 1 im Tor festgelegt habe. Zwar verfüge die Schweiz über ein gutes Trio auf dieser Position. Aber er werde weiterhin auf Livia Peng als Stammkraft zwischen den Pfosten setzen.
Die 24-jährige Keeperin von Chelsea geniesst sein Vertrauen und dürfte sowohl im Hin- als auch im Rückspiel im Rahmen des 1. Playoff-Duells mit Israel das SFV-Tor hüten. Peng hat in dieser Saison für ihren englischen Klub erst einen Einsatz bestritten, in der Champions League gegen Austria Wien (1:0). In der Liga dagegen musste sie stets auf der Bank Platz nehmen.
Das Schweizer Aufgebot
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Tor: Elvira Herzog (Leipzig), Livia Peng (Chelsea), Lourdes Romero (Nürnberg).
Abwehr: Viola Calligaris (Atletico Madrid), Ana-Maria Crnogorcevic (Strasbourg), Noemi Ivelj (Frankfurt), Noelle Maritz (Aston Villa), Nadine Riesen (West Ham), Julia Stierli (Freiburg).
Mittelfeld und Sturm: Iman Beney (Manchester City), Alena Bienz (Freiburg), Aurélie Csillag (Liverpool), Svenja Fölmli (Hoffenheim), Lia Kamber (Union Berlin), Alisha Lehmann (Leicester), Seraina Piubel (West Ham), Géraldine Reuteler (Arsenal), Sydney Schertenleib (Barcelona), Coumba Sow (Basel), Smilla Vallotto (Wolfsburg), Lia Wälti (Brighton), Leila Wandeler (West Ham), Riola Xhemaili (Como).
Ja zu Lehmann – (vorerst) Nein zu Bachmann
Nicht zur Verfügung steht dagegen Alayah Pilgrim. Die 23-jährige Stürmerin der AS Roma fühle sich derzeit nicht bei 100 Prozent, sagte der Spanier. Deshalb verzichtet er in den beiden Partien auf sie. Navarro hofft jedoch auf ein baldiges Comeback.
Zurück ins Kader holte Navarro Alisha Lehmann. Ihre Situation in England bezeichnet der Spanier zwar als nicht optimal. Entscheidend sei für ihn, dass Lehmann wieder regelmässig zum Einsatz komme. Er bezeichnet die 27-Jährige als wichtige Spielerin.
Nicht berücksichtigt wurde Ramona Bachmann. Abgeschrieben hat Navarro die 35-jährige YB-Spielerin allerdings nicht. Man habe Bachmann weiterhin auf dem Radar. Derzeit sei sie aber noch nicht wieder bei 100 Prozent ihres Leistungsvermögens. Überhaupt wurde mit Coumba Sow (FC Basel) nur eine einzige Spielerin aus der hiesigen Women's Super League berücksichtigt.
Offensiv-Power als Merkmal
Insgesamt setzt Navarro gegen Israel stark auf die Offensive. Sein 23-köpfiges Kader umfasst neben 3 Torhüterinnen und 6 Verteidigerinnen 14 offensiv ausgerichtete Spielerinnen. Der Nationaltrainer rechnet damit, dass die Schweizerinnen über längere Phasen gegen einen tief stehenden Gegner spielen werden. Israel erwartet er in einem 5-3-2 oder 5-4-1.
Deshalb setzt Navarro auf zusätzliche Offensivkräfte, die auf den letzten Metern Lösungen finden können. Ein Schwerpunkt der Vorbereitung wird darauf liegen, spielerische Mittel gegen die kompakte israelische Defensive zu erarbeiten. Für Navarro sollen die beiden Playoff-Spiele zugleich zeigen, welche Fortschritte sein Team in den vergangenen Monaten gemacht hat.
Die Schweiz soll offensiv auftreten, mutig mit dem Ball agieren und vom Anpfiff weg darauf aus sein, die Partie zu gewinnen. Das Hinspiel der 1. Playoff-Runde findet am Freitag, 9. Oktober, im ungarischen Mezökövesd statt und beginnt um 18:30 Uhr (live bei SRF zu sehen). 4 Tage später folgt das Rückspiel in Sitten. Setzt sich die Schweiz gegen Israel durch, trifft sie in der nächsten Runde auf Österreich oder den Kosovo. Das grosse Ziel bleibt die Qualifikation für die WM 2027 in Brasilien.
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