OpenAI stoppt neues KI-Modell wegen Sicherheitsbedenken - News kompakt: Das Wichtigste kurz gefasst
Der ChatGPT-Entwickler OpenAI hat die geplante Veröffentlichung seines neuen KI-Modells GPT 6.1 Astra aus Sicherheitsgründen gestrichen. In Tests habe das Modell Nutzer teils nicht ehrlich über seine Aktionen informiert und mitunter ohne Erlaubnis gehandelt, sagte OpenAI-Sicherheitsmanagerin Saachi Jain dem "Wall Street Journal".
Erst am Wochenende hatte OpenAI das Training seiner leistungsstärksten Modelle ausgesetzt. Ein anderes KI-System hatte in einem Test eine Netzwerklücke genutzt, um trotz fehlenden Internetzugangs Antworten eines externen Chatbots abzurufen. Der US-Bundesstaat Florida fordert inzwischen per Gerichtsantrag zusätzliche Sicherheitsauflagen für die Entwicklung neuer KI-Modelle.
87-Jährige darf nach Protesten in Madrider Wohnung zurück
Nach Protesten gegen ihre Zwangsräumung darf die 87-jährige Maricarmen Abascal in Madrid offenbar in ihre Wohnung zurückkehren. Vertreter der Seniorin einigten sich mit dem Immobilienunternehmen, dem das Gebäude gehört, auf neue Mietbedingungen, berichtete die Zeitung "El País". Abascal soll demnach weiterhin etwa 500 Euro monatlich für Miete und Nebenkosten zahlen. Am Wochenende hatten Zehntausende gegen die Räumung und die Wohnungsnot in Spanien demonstriert.

Abascal hatte seit 1956 in der Wohnung gelebt. Nach dem Verkauf des Gebäudes erklärten die neuen Eigentümer ihren alten Mietvertrag für ungültig. Nach mehreren gescheiterten Räumungsversuchen wurde sie schließlich von der Polizei aus der Wohnung gebracht. Die spanische Regierung arbeitet nun an neuen Maßnahmen gegen Zwangsräumungen.
Kreml greift auf Metro-Vermögen in Russland zu
Der russische Präsident Wladimir Putin hat das Russland-Geschäft des deutschen Handelskonzerns Metro unter Zwangsverwaltung gestellt. Sämtliche Vermögenswerte würden "temporär" an die Managementgesellschaft Torg RUS übertragen, heißt es in einem in Moskau veröffentlichten Dekret.

Metro ergeht es damit wie kürzlich dem Schweizer Nahrungsmittelhersteller Nestlé und dem französischen Einzelhändler Auchan. Der Kreml hatte den Schritt mit dem Sitz der Unternehmen in - wie es hieß - "unfreundlichen Staaten" begründet. Anders als zahlreiche andere westliche Firmen war Metro nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Land geblieben. Man tue dies aus Rücksicht auf Mitarbeiter und Kunden, hatte der Handelskonzern erklärt. Zuletzt gab es in Russland rund 90 Metro-Großmärkte.
Amnesty wirft Malis Armee Kriegsverbrechen vor
Amnesty International wirft der malischen Armee und der russischen Söldnergruppe Wagner Kriegsverbrechen an Zivilisten vor. Bei gemeinsamen Einsätzen zwischen 2023 und 2025 seien an sieben Orten nahe der Grenze zu Mauretanien mindestens 34 Menschen getötet worden, heißt es in einem neuen Bericht. Zudem dokumentiert Amnesty Folter, Misshandlungen und Plünderungen.
Fünf Menschen seien infolge von Folter und schlechten Haftbedingungen gestorben. Für den Bericht befragte die Organisation 119 malische Flüchtlinge in Mauretanien. Amnesty fordert unabhängige Ermittlungen. Malis Behörden äußerten sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.
UN beklagen steigende Flüchtlingszahl im Jemen
Die schweren Kämpfe im Bürgerkriegsland Jemen zwingen immer mehr Menschen in die Flucht. Seit der jüngsten Eskalation des Konflikts an der Westküste im Juni seien schon fast 150.000 Menschen vertrieben worden, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) in Genf mit. Man arbeite mit lokalen Behörden und humanitären Partnern zusammen, um Familien mit Notunterkünften, sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen zu versorgen.

Die UN-Organisation appellierte an die Konfliktparteien, Helfern einen ungehinderten Zugang zu Bedürftigen zu gewähren. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hatte in jüngster Zeit die Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge von Bab al-Mandab übernommen. Diese verbindet den Indischen Ozean mit dem Roten Meer. Die jemenitische Regierung wird von einer Koalition unterstützt, an deren Spitze Saudi-Arabien steht.
Kasachstan will Deutschland mehr Rohstoffe liefern
Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew hat Deutschland eine engere Rohstoff-Partnerschaft angeboten. Sein Land fördere bereits 21 der 34 für Europa strategisch wichtigen Materialien, schreibt Tokajew in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt". Zu den Rohstoffen, die Kasachstan "verlässlich" liefern kann, gehören demnach Lithium, Silizium, Kobalt, Niob, Wolfram und Kupfer. Diese Ressourcen seien zentral für die Energiewende, Industrie, Mikroelektronik und digitale Technologien, fügte der Staatschef hinzu.

Tokajew wird an diesem Dienstag in Berlin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit militärischen Ehren empfangen. Beide werden auch beim Deutsch-Kasachischen Wirtschaftsforum sprechen. Kasachstan ist Deutschlands wichtigster Wirtschaftspartner in Zentralasien und steht für rund 80 Prozent des deutschen Handels mit der Region. Ein großer Teil der deutschen Einfuhren aus Kasachstan entfällt bisher auf Erdöl und Erdgas.
pgr/wa/haz (dpa, afp, rtr, epd, IOM)
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