Hegseth droht Impeachment: Demokraten nehmen Trump-Vertraute ins Visier

Hegseth droht ImpeachmentDemokraten nehmen Trump-Vertraute ins Visier
08.11.2026, 20:45 Uhr
Die Demokraten möchten nach ihrem umfassenden Sieg bei den Midterms Untersuchungen gegen Trumps-Umfeld einleiten. Elon Musk und der neue Stabschef Stephen Miller stehen ganz oben auf ihrer Liste. Auf Pentagon-Chef Hegseth könnte zudem ein Amtsenthebungsverfahren zukommen.
Nach ihrem deutlichen Sieg bei den US-Zwischenwahlen planen die Demokraten weitreichende parlamentarische Untersuchungen gegen das Umfeld von Präsident Donald Trump. Im Fokus stünden dabei der Technologie-Milliardär Elon Musk, der neue Stabschef im Weißen Haus, Stephen Miller, sowie mehrere Großunternehmen, kündigten führende Vertreter der Partei an. Zudem signalisierte der künftige Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Hakeem Jeffries, Unterstützung für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Verteidigungsminister Pete Hegseth. Die Demokraten übernehmen im Januar die Kontrolle über den Kongress.
Der künftige Vorsitzende des Aufsichtsausschusses im Repräsentantenhaus, Robert Garcia, kündigte beim US-Sender CNN an, die Rolle Musks bei der Entlassung von Bundesbediensteten durch die sogenannte Behörde für Regierungseffizienz im vergangenen Jahr zu durchleuchten. Auch Millers Beteiligung an Trumps hartem Vorgehen gegen Einwanderer werde untersucht.
Garcia bezeichnete Miller als Architekten einer "entsetzlichen, ungerechten" Einwanderungspolitik. Diese ist in der Bevölkerung zunehmend unpopulär, nachdem bei Einsätzen von Bundesbeamten zwei Menschen erschossen wurden. Einer Umfrage von Reuters und Ipsos vom Oktober zufolge befürworten nur noch 37 Prozent der US-Bürger Trumps Einwanderungspolitik, verglichen mit 50 Prozent bei seinem Amtsantritt.
Gegen Verteidigungsminister Hegseth zeichnet sich derweil ein Amtsenthebungsverfahren ab. Der scheidende republikanische Abgeordnete und Trump-Kritiker Thomas Massie will in Kürze einen entsprechenden Antrag einbringen. Jeffries sagte dem US-Sender ABC, er werde dieses Vorhaben definitiv unterstützen. Er verwies dabei auf die Verantwortung von Hegseth für den von Trump im Februar begonnenen und unpopulären Krieg gegen den Iran, der weltweit zu wirtschaftlichen Verwerfungen und einem starken Anstieg der Benzinpreise geführt hat.
Die künftige Vorsitzende des Bankenausschusses im Senat, Elizabeth Warren, warnte zudem namentlich nicht genannte Unternehmen. Wer seine Gewinne durch den Betrug an US-Familien und Investoren erzielt habe, solle sich auf ernsthafte Untersuchungen einstellen, sagte Warren dem US-Sender CBS.
Die US-Regierung zeigte sich kampfbereit. Justizminister Todd Blanche nannte die Drohungen der Demokraten gegen Regierungsvertreter und Verbündete inakzeptabel. "Wenn die neue Führung das tun will, sind wir bereit", sagte der ehemalige persönliche Anwalt Trumps. Wer in der Regierung arbeite, habe einen Anwalt, und das sei er.
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