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Monday, October 26, 2026

Kapitän fordert Passagiere nach Unfall zum «Einkuscheln» auf

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  • Das Kreuzfahrtschiff Mein Schiff 3 ist im Hafen von Bremerhaven von einer Sturmböe in zwei Containerschiffe gedrückt worden.
  • Niemand wurde verletzt, der Sachschaden ist aber immens, und für alle drei Schiffe gilt ein Auslaufverbot.
  • Die Wasserschutzpolizei ermittelt auch gegen Kapitän J. S., für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Ein heftiger Sturm hat am Sonntagabend im Hafen von Bremerhaven (D) für einen schweren Unfall gesorgt. Das Kreuzfahrtschiff Mein Schiff 3 wurde beim Auslaufen von einer Sturmböe erfasst und prallte in der Folge gegen zwei festgemachte Containerschiffe. Eines davon wurde auf mehreren Metern Länge aufgerissen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Der Sachschaden ist jedoch immens.

Auf dem Kreuzfahrtschiff wurden mehrere Rettungsboote und die dazugehörigen Kräne beschädigt. Auch die Aussenhülle bekam etwas ab. Bei keinem der drei Schiffe drang Wasser ein. Die Behörden verhängten für alle beteiligten Schiffe ein Auslaufverbot, wie deutsche Medien berichten.

Das Kreuzfahrtschiff war am Sonntagnachmittag kurz nach dem Start in Richtung Kanaren von einer Sturmböe erfasst worden.

Kapitän fordert Passagiere zum Kuscheln auf

Diskutiert wird nun auch über die Reaktion von Kapitän J. S. nach dem Zusammenstoss. Wie RTL berichtet, wandte er sich kurz nach dem Unfall über die Lautsprecher mit folgenden Worten an die Passagiere: «Guten Abend, liebe Gäste, hier spricht Ihr Kapitän von der Brücke», habe Schubert seine Durchsage begonnen. Er habe sich zunächst für die Ruhe und Geduld der Reisenden bedankt.

Dann habe er erklärt, das Schiff liege wieder sicher am Pier und nach bisherigen Erkenntnissen sei niemand verletzt worden. Experten würden nun die Schäden untersuchen. Die Sicherheit der Passagiere und der Besatzung stehe an erster Stelle. Für die Nacht hatte der Kapitän eine klare Botschaft. Die Gäste sollten an Bord bleiben, Restaurants und Bars seien weiterhin geöffnet.

Kapitän J. S. steuerte das Kreuzfahrtschiff.

Kapitän J. S. steuerte das Kreuzfahrtschiff.TUI Cruises

Zum Schluss sorgte Schubert wohl bei manchen Passagieren für Verwunderung. Er soll gesagt haben: «Kuscheln Sie sich ein bisschen ein und geniessen Sie die Annehmlichkeiten hier an Bord, bis morgen.» Gegenüber RTL äusserte sich die Reederei TUI Cruises zunächst nicht zur Durchsage des Kapitäns.

Reise auf die Kanaren abgesagt

Am Montagmorgen folgte dann die schlechte Nachricht für die Passagiere. Die geplante Kreuzfahrt auf die Kanarischen Inseln musste abgesagt werden. Eigentlich sollten die 2428 Passagiere und 922 Besatzungsmitglieder am Sonntagabend gegen 17.30 Uhr in Richtung Kanaren aufbrechen. Doch die Fahrt dauerte nur wenige Minuten.

Für Schubert könnte der Unfall nun weitere Folgen haben. Die Wasserschutzpolizei ermittle nun auch gegen den Kapitän. Im Mittelpunkt steht die Frage, weshalb das Kreuzfahrtschiff trotz des heftigen Sturms überhaupt ausgelaufen ist.

Beim Ablegen wurde die Mein Schiff 3 von Schleppern unterstützt. Auf Höhe der Stromkaje erfasste eine starke Windböe das Schiff und drückte es in Richtung der beiden Containerschiffe. Der genaue Unfallhergang wird ermittelt. Für den Kapitän gilt die Unschuldsvermutung.

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Jonas Bucher

Jonas Bucher ist Blattmacher und stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks bei 20 Minuten. Er ist seit 25 Jahren in der Medienbranche tätig und 20 Minuten stets treu geblieben.

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