The Daily Newsstand · Free, Always
Thursday, October 1, 2026

Gerichtsunterlagen: OpenAI hat immer noch Probleme, Siri-Nutzer zu überzeugen

Translate

Noch bevor es zur großen Klage von Apple gegen OpenAI wegen angeblichem Klau von Geschäftsgeheimnissen kam, erwog OpenAI, selbst gegen Apple vorzugehen: Aufgrund der Tatsache, dass eine Integration bei Apple Intelligence und Siri ab dem Jahr 2024 deutlich schlechter lief, als der KI-Konzern erhofft hatte. Gerichtsunterlagen im Rechtsstreit zwischen OpenAI und Elon Musks SpaceXAI zeigen nun, dass sich die Situation nicht verbessert hat. Noch bis März 2026 soll die Apple-Integration von ChatGPT „eine anhaltend unterdurchschnittliche Leistung“ erbracht haben („persistently underperforming“). Im Jahr davor bezeichnete OpenAI die Lage sogar als „dramatisch“ schlecht. Hauptproblem war mutmaßlich, dass Nutzer es unterließen, die ChatGPT-Funktion in Siri zu aktivieren, beziehungsweise ihren ChatGPT im Interface von iPhone, iPad oder Mac zu hinterlegen. Mittlerweile ist im Rahmen von Siri AI ab macOS 27 alias Golden Gate sowie in iOS 27 die Hinterlegung erleichtert worden – ob das OpenAI wirklich half, ist unklar.

SpaceXAI und OpenAI streiten darüber, ob OpenAI von Apple bevorzugt wurde. Grok soll etwa im App Store angeblich schlechter beworben sein als ChatGPT. Sowohl Apple als auch OpenAI verneinten dies, interessanterweise hat sich SpaceXAI mittlerweile dazu entschieden, Apple aus der Klage zu nehmen und nur noch wegen Wettbewerbsverzerrung gegen OpenAI vorzugehen.

Die Klage hat nichts mit Musks Vorgehen gegen Aufbau und Vorgehen von OpenAI selbst zu tun, es handelt sich um einen zweiten „Kriegsschauplatz“. Welche Form von Einigung es zwischen SpaceXAI und Apple gab, ist bislang nicht durchgesickert.

Warum genau ChatGPT auf dem iPhone so viel schlechter läuft, als von OpenAI erwartet, haben weder OpenAI noch Apple bislang konkret beleuchtet. Es gibt nur besagte Mutmaßungen. Ein weiterer Grund könnte aber auch sein, dass Siri an sich nach Einführung von Apple Intelligence aufgrund diverser Defizite schlicht nicht der erwünschten Nutzungszahlen erhielt, was dann auch die Zusatzfunktion der Aktivierung von ChatGPT ausbremste.

Apples Deal mit OpenAI galt für den iPhone-Hersteller als vorteilhaft: Er soll, im Gegensatz zur heutigen Zusammenarbeit mit Google bei Siri AI, kein Geld geflossen sein, die Compute-Kosten verblieben also wie bei der Verwendung der ChatGPT-App selbst bei OpenAI. Dennoch hatte sich der Konzern von den zahlreichen iPhone-Nutzern – es sollen insgesamt bis zu 1,5 Milliarden aktive Nutzer sein – mehr erhofft. Die Klage zwischen SpaceXAI und OpenAI läuft unterdessen weiter.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

View the original on heise online →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.