InquirerHouse backslid on budget transparency reforms — CendañaESPN DeportesLas claves de Rodri para elegir al Barça y sus charlas con MourinhoESPNSources: With WR Cooper week-to-week, Jets signing ShepardDaily MaverickTHE GENDER GAP: Women athletes continue to get a raw deal on SA streetsThe Jerusalem PostIran holds over nine tons of nuclear material outside of IAEA safeguard, atomic energy head saysוואלהוינטר ליוצר הסרט נז"א: "אין לך מה לחזור"3DNewsК следующему поколению видеокарт готовы: начались продажи кабелей HDMI 2.2 с пропускной способностью до 96 Гбит/сBusiness AMAmerikaanse marine schat dat USS Gerald R. Ford al binnen zes maanden weer in dienst kan treden ondanks zware schadeAnime News NetworkJujutsu Kaisen Ranks #2 on Bookscan's August Adult Graphic Novel List in U.S.ConsequenceBlu DeTiger Announces New Album N.Y. Baby, Shares Title Track with Holly Walker, Say She She, Flavor Flav: StreamIl Fatto QuotidianoL’Antitrust vuole vedere chiaro nei rapporti tra Intesa e Generali che si creerebbero con le nozze tra Milano e Siena
The Daily Newsstand · Free, Always
Tuesday, September 15, 2026

Bitkom: Social Media für viele Schulen laut Lehrkräften ein Problem

Translate

Nur rund ein Viertel der Lehrkräfte in Deutschland ist der Meinung, dass Schulen ausreichend darauf vorbereitet sind, einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Social Media zu vermitteln. Zugleich gab mehr als die Hälfte der Befragten an, dass Konflikte rund um soziale Medien – etwa Cybermobbing – den Schulalltag belasten. Wie damit vonseiten der Schulen umgegangen werden sollte, bewerteten Lehrkräfte sehr unterschiedlich. Das geht aus einer repräsentativen Befragung von Bitkom Research hervor.

Demnach sprechen sich 29 Prozent der befragten Lehrkräfte für ein Verbot der privaten Social-Media-Nutzung in der Schule aus, während 35 Prozent dafür plädieren, Social Media stärker in den Unterricht zu integrieren. Bisher gehen nur 24 Prozent davon aus, dass Schulen ausreichend darauf vorbereitet sind, Schülerinnen und Schüler den Umgang mit Social Media zu vermitteln. 59 Prozent der Lehrkräfte gaben indessen an, dass Konflikte mit sozialen Medien den Schulalltag belasten.

Der Digitalverband Bitkom wirbt für mehr Medienbildung statt Verbote: „Social Media gehört zur Lebenswelt junger Menschen – deshalb muss Schule sie dazu befähigen, sich dort sicher, kritisch und selbstbestimmt zu bewegen. Dafür braucht es verbindliche Medienbildung und einschlägig qualifizierte Lehrkräfte“, erklärte Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst. Der Verband forderte allerdings auch einen stärkeren Einbezug der Eltern: „Medienbildung ist eine Aufgabe der gesamten Schulgemeinschaft. Lehrkräfte brauchen passende Fortbildungen und Unterstützung, und auch Eltern müssen stärker einbezogen werden. Nur wenn Schule und Elternhaus an einem Strang ziehen, können Kinder und Jugendliche einen souveränen Umgang mit digitalen Medien entwickeln.“ Der Umfrage zufolge werden Eltern eher selten einbezogen: Lediglich 5 Prozent der Lehrkräfte gaben an, dass ihre Schule Angebote zur Medienbildung für Eltern macht.

Die Ergebnisse reihen sich in eine Reihe kritischer Befunde zur digitalen Ausstattung und Bildung in deutschen Schulen ein. Bereits im August ergab eine Bitkom-Befragung unter Lehrkräften, dass 80 Prozent von ihnen zu wenig politische Unterstützung bei der Digitalisierung der Schulen sehen. 89 Prozent sprachen sich dort für Kompetenzvermittlung statt Verbotsstrategien beim Thema künstliche Intelligenz aus. Als eines der dringlichsten Probleme in den Schulen wurde von 83 Prozent der befragten Lehrkräfte die übermäßige Smartphone-Nutzung der Schülerinnen und Schüler benannt, dicht gefolgt von der eigenen Überlastung (82 Prozent, 2024: 74 Prozent). Wie mit privaten Mobilgeräten von Schülern in der Unterrichtszeit verfahren werden sollte, wurde in den vergangenen Monaten bundesweit heiß diskutiert – mit sehr unterschiedlichen Antworten in den einzelnen Bundesländern.

Eher einig sind sich die Länder in Fragen zur Medienbildung: Im Juni dieses Jahres verständigte sich die Bildungsministerkonferenz auf eine Stärkung der Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern. Baden-Württemberg plant etwa, Medienkompetenz bereits ab Klasse 1 systematisch zu vermitteln und das Fach „Informatik und Medienbildung“ an weiterführenden Schulen bis Klasse 10 beziehungsweise 11 zu verankern. Zudem sollen landesweit einheitliche Regeln für die Nutzung privater Endgeräte und Social Media in Schulen gelten. Social Media soll dort unter anderem im Fach Gemeinschaftskunde behandelt werden. In Niedersachsen können Lehrkräfte einen Social-Media-Pass mit ihren Schülern erarbeiten.

Auf europäischer Ebene zeichnet sich ebenfalls Bewegung ab: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will im Rahmen ihrer Rede zur Lage der Union am 16. September Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in sozialen Medien vorstellen, darunter Berichten zufolge Altersverifikation und altersgerechten Zugang. EU-Beschlüsse für eine stärkere Plattform-Kontrolle könnten helfen, den Einfluss von Social Media auf Jugendliche zu beschränken. Allerdings wird erwartet, dass die EU weit hinter den Wünschen von Expertengruppen und Elternverbänden zurückbleiben wird. Signalwirkung hatte zuletzt allerdings ein Vergleich mit Meta in den USA.

Für die Bitkom-Erhebung wurden 501 Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II an Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, integrierten Gesamtschulen, Waldorfschulen und Schulen mit mehreren Bildungsgängen per computergestützter Telefonbefragung (CATI) interviewt. Die Erhebung fand in den Kalenderwochen 22 bis 26 (Ende Mai bis Ende Juni 2026) statt, die statistische Fehlerspanne liegt bei rund vier Prozentpunkten.

View the original on heise online

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.