Aufrufe zu Plünderungen an Halloween: 4 Festnahmen nach Razzien

Darum gehts
- Die Wiener Polizei hat nach Online-Aufrufen zu Gewalt und Plünderungen mehrere Razzien durchgeführt.
- Vier Personen im Alter von 14 bis 22 Jahren sind festgenommen, nach zwei weiteren wird gefahndet.
- Sichergestellt wurden zwei Schreckschusspistolen, eine Softgun, Munition und eine Machete.
Nachdem in sozialen Netzwerken zu Gewalt und Plünderungen in Wien aufgerufen wurde, führte die Stadtpolizei am Freitag mehrere Razzien durch. Dabei wurden mehrere Waffen beschlagnahmt.
Vier Personen im Alter von 14 bis 22 Jahren wurden festgenommen. Nach zwei weiteren Verdächtigen wird gefahndet. Die Plünderungen sollten am Samstag stattfinden, wie heute.at schreibt.
Sechs Personen hinter Gewaltaufrufen
Seit mehreren Tagen kursieren im Raum Wien auf verschiedenen Social-Media-Plattformen Aufrufe, in der Halloween-Nacht Straftaten zu begehen. Dabei ging es laut Polizei unter anderem um Gewalt und geplante Plünderungen von Luxusgeschäften.
Nach Ermittlungen hat die Polizei sechs Personen identifiziert, die die ursprünglichen Urheber der Gewalt-Aufrufe waren. Daraufhin durchsuchte die Polizei am frühen Freitagmorgen sechs Wohnungen. Die Wiener Spezialeinheit WEGA und das Landeskriminalamt unterstützten die Polizei dabei.
Bei den Razzien wurden zwei Schreckschusspistolen, eine Softgun, Munition und eine Machete sichergestellt. Ausserdem nahmen die Beamten mehrere elektronische Datenträger mit. Diese werden nun ausgewertet.
Extremistisches Motiv nicht erkennbar
Bei den sechs verdächtigen Personen handelt es sich nach Polizeiangaben um einen österreichischen Staatsbürger sowie um Drittstaatsangehörige mit gültigen Aufenthaltstiteln. Diese kommen demnach aus dem Irak, aus Nigeria und aus Russland.
Das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung arbeitet eng mit der Staatsanwaltschaft Wien zusammen, obwohl nach jetzigen Erkenntnissen kein extremistisches Motiv erkennbar ist. Ob es zu den Gewalt-Aufrufen konkrete Tatpläne gab, müssen die Ermittlungen erst noch zeigen.
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Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
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