Notfall über der Schweiz: Powerbank fängt an zu brennen

- Ein Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Lissabon wurde am Samstagabend wegen einer brennenden Powerbank ins französische Lyon umgeleitet.
- Die 198 Passagiere wurden für die Nacht in Hotels untergebracht und am Folgetag auf Flüge nach Lissabon umgebucht.
- Es war bereits das zweite Sicherheitsereignis mit einer Lufthansa-Maschine aus Frankfurt an jenem Wochenende.
Ein Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Lissabon hat am Samstagabend notfallmässig in Lyon landen müssen. Der Grund: Die Powerbank eines Passagiers war an Bord in Brand geraten.
Die LH1170 war um 20.47 Uhr in Frankfurt gestartet. Auf dem Flugverfolgungsportal Flightradar24 ist zu sehen, wie die Maschine zunächst ihre Reiseflughöhe erreicht – und dann über der Schweiz zunehmend an Höhe verliert. Viel zu früh für einen Flug nach Lissabon. Um 21.55 Uhr setzte der Jet in Lyon auf. An Bord befanden sich 198 Passagiere und sechs Crewmitglieder.
Gerät in Brandschutztasche gesichert
«Am 26. September ist auf dem Lufthansa-Flug LH1170 von Frankfurt nach Lissabon eine Powerbank eines Fluggasts im Bereich eines Sitzes in Brand geraten», bestätigt eine Lufthansa-Sprecherin gegenüber RTL. Die Kabinencrew habe das Gerät umgehend in einer dafür vorgesehenen Brandschutztasche gesichert.
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«Aus Sicherheitsgründen entschied sich die Cockpitcrew für eine Ausweichlandung in Lyon und erklärte Luftnotlage, um eine priorisierte Landung zu erhalten», so die Sprecherin weiter.
Die Passagiere verbrachten die Nacht in Hotels und wurden auf Flüge am Sonntag umgebucht. Lufthansa bedauert die Unterbrechung, betont aber: «Die Sicherheit unserer Passagiere und Crews hat für Lufthansa jederzeit oberste Priorität.»
Diese Regeln gelten für Powerbanks
Seit Anfang Jahr ist das Laden und Nutzen von Powerbanks auf Flügen der Lufthansa-Gruppe – zu der auch die Swiss gehört – verboten. Eine Ausnahme gilt für genehmigte medizinische Geräte.
Im Aufgabegepäck dürfen Powerbanks wie E-Zigaretten gar nicht transportiert werden. Im Handgepäck gehören sie nicht in die Fächer über den Sitzen, sondern in die Sitztasche des Vordersitzes, an den eigenen Körper oder unter den Sitz. So kann die Crew im Notfall schneller eingreifen.
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Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.
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