Connect 2026: Meta zeigt neue Smart-Glasses-Generation mit und ohne Kamera
Auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz Connect 2026 stellte Meta gemeinsam mit dem Brillenkonzern EssilorLuxottica die bislang größte Ausweitung seiner Smart-Glasses-Palette vor. Bis zum Jahresende sollen über 100 Varianten unter den Marken Ray-Ban, Oakley und Meta Glasses verfügbar sein, darunter auch ein neues Modell mit einer leichteren Fassung und ohne Kamera. Zudem soll es neue Funktionen für alle Modelle geben.
Meta Audio: 43 Gramm und 12 Stunden Laufzeit
Das neue Einstiegsmodell hört auf den Namen „Ray-Ban Meta Audio“ und versteckt seine Kernkompetenz bereits im Namen. Kameras oder LED-Leuchten sind nicht integriert, was die Bauweise verschlankt. Die Meta Audio wiegt 43 Gramm. Anpassbare Bügelenden, wechselbare Nasenpads und überdehnbare Scharniere sollen für Passgenauigkeit sorgen.
Meta Ray-Ban Gen 3 und Audio (6 Bilder)

Meta / EssilorLuxottica
)Die Akkulaufzeit gibt Meta mit bis zu zwölf Stunden für Musik, Podcasts und Telefonate an. Kapazität für weitere 48 Stunden stecken im mitgelieferten Ladeetui. Meta und EssilorLuxottica bieten zwei Formen an: die „Clubmaster“ im Retro-Design und eine rechteckige „Burbank“. Kunden können zwischen 23 Farb- und Glaskombinationen – mit oder ohne Sehstärke – wählen. Der Verkauf startet am 13. Oktober ab 349 US-Dollar, Vorbestellungen sind ab sofort möglich.
Auf die Frage nach der anhaltenden Datenschutzdebatte rund um Kamerabrillen erklärte eine Meta-Vertreterin heise online, dass die Variante ohne Kamera bereits seit zwei Jahren in Entwicklung sei. Die Ray-Ban Meta Audio stellt also keine unmittelbare Reaktion auf die öffentliche Kritik der vergangenen Monate dar. Audio sei einer der zentralen Anwendungsfälle der Ray-Ban Meta. Ein Gerät, das genau darauf optimiert sei, könne leichter ausfallen, länger durchhalten und eine Bauform bieten, die sonst nicht möglich wäre, ergänzte Brett Vogel, Vice President of Reality Labs Product Marketing.
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Ray-Ban Meta Gen 3 und neue Meta-Glasses-Varianten
Ebenfalls neu ist die dritte Generation der Ray-Ban Meta Smart Glasses. Sie ist schlanker als die Vorgängermodelle und laut Hersteller läuft sie mit bis zu neun Stunden eine Stunde länger. Ein frei belegbarer Aktionsknopf bietet direkten Zugriff auf Meta AI, und ein Array aus sechs Mikrofonen soll mehr als 90 Prozent der Umgebungsgeräusche herausfiltern. Die Kamera löst mit 12 Megapixeln auf und filmt in 3K. Aufzeichnungen werden weiterhin begleitet von einer weißen LED. Zum klassischen „Wayfarer“-Design gesellen sich die Modelle „Aviator“ und das Cat-Eye-Design „Zena“ hinzu.
Insgesamt ergeben sich daraus 27 Kombinationen, die bei 449 US-Dollar starten und ab sofort erhältlich sind. Zum 90. Geburtstag des Aviator legt Ray-Ban zudem eine limitierte Version in Milky Beige für 579 US-Dollar auf. Die Meta Glasses bekommen ebenfalls Zuwachs. Die Starfire by Kylie Jenner erhält mit Ivory einen neuen Anstrich und die Künstlerin LISA erhält ein Signature-Modell. Dazu kommen neue limitierte Auflagen und mehr Freiheit bei der Wahl von Farbkombinationen.
KI-Agent Muse, Private Processing und weitere Neuerungen
Meta will seine Smart Glasses künftig mit dem KI-Agenten Muse ausstatten. Anders als der Standard-Sprachassistent Meta AI soll Muse längere Aufgaben selbstständig im Hintergrund erledigen können. Muse soll per Sprachbefehl über ein mit der Brille gekoppeltes Smartphone Termine buchen, Flugpreise prüfen, Mahlzeiten protokollieren oder Trainings anleiten können.
Per Software-Update will Meta noch weitere Features auf alle aktuellen Smart Glasses bringen. Sensible Anfragen sollen künftig über ein sogenanntes „Private Processing“ laufen, sodass laut Meta niemand, auch nicht das Unternehmen selbst, die Daten einsehen kann. Das Konzept hatte Meta bereits für WhatsApp angekündigt. Eine unabhängige technische Prüfung dieser Datenschutzzusage liegt bislang nicht vor.
Videos können künftig in Dolby Atmos mit 360-Grad-Raumklang aufgezeichnet werden. Ebenfalls geplant sind ein Querformat-Modus und dynamische Fotos, bei denen die Kamerabrille mehrere Aufnahmen schnell hintereinander generiert und auf Wunsch den besten Schnappschuss auswählt. Meta AI soll künftig ausführlichere Antworten mit mehr Kontext liefern, die Lautstärke soll individuell stärker auf das linke oder rechte Ohr verlagert und die Funktion des Touchpads am Brillenbügel soll angepasst werden können. In den USA will Meta zudem eine kostenpflichtige Hörverstärkung für Erwachsene einführen.
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