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Sunday, October 11, 2026

Von Top zu Flop: Meister Thun kämpft mit ungewohnten Problemen

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  • Der FC Thun belegt nach zehn Spielen der neuen Saison den 10. Rang und stellt die schlechteste Defensive der Liga.
  • In den ersten zehn Partien kassierte der Meister 27 Gegentore – am Samstag gab es ein 2:4 gegen den FC Zürich.
  • Trainer Gian-Luca Privitelli sieht zu einfache Gegentore als Problem und will das Pressing sowie das Verhalten im Strafraum verbessern.

Dass es beim FC Thun nach dem Meistertitel in dieser Spielzeit nicht einfach so weitergehen würde, war angesichts der vielen Veränderungen im Team zu erwarten. Nicht umsonst hatte Präsident Andres Gerber bereits an der Meisterfeier darauf hingewiesen, dass auf den Sensationsmeister auch wieder schwierigere Zeiten zukommen würden. Gleichzeitig appellierte er, die Mannschaft auch in solchen Phasen zu unterstützen.

Defensive macht Probleme

Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass sich der FC Thun aktuell auf dem 10. Rang befindet und damit vor anderen Herausforderungen steht als noch in der Meistersaison. Besonders deutlich wird die Entwicklung in der Defensivstatistik.

Während die Abwehr in der vergangenen Spielzeit noch zu den stärksten der Liga gehörte, hat der Meister in den ersten zehn Spielen dieser Saison bereits 27 Gegentore erhalten. Damit weist Thun den schlechtesten Wert der Liga auf. Auch am Samstagabend gegen Zürich zeigte sich, dass in der Defensive noch Verbesserungspotenzial besteht: Thun musste den Ball viermal aus dem eigenen Netz holen.

Chancen für mehr Tore sind da

Für Abwehrspieler Nicolas Bürgy hängt die Anzahl an Gegentoren mit verschiedenen Faktoren zusammen. «Wir haben eine total neue Mannschaft, das braucht Zeit», sagt er. Hinzu komme die offensive Spielweise: «Wir spielen einen offenen Fussball, so wie es St. Gallen ein bisschen macht. Dann bilden sich hinten mehr Räume, es ist klar, dass das Spiel offener wird», erklärt Bürgy.

Auch Trainer Gian-Luca Privitelli sieht in der Partie gegen Zürich trotz allem positive Ansätze. «Gemessen an den Chancen hätten wir heute eigentlich auch mit einem Punkt nach Hause gehen können», sagt der Nachfolger von Lustrinelli. Gleichzeitig weiss er, woran er arbeiten muss. «Wir bekommen zu einfache Gegentore. Das ist unter anderem eine Frage des Pressings und des Verhaltens im Sechzehner. Wir haben zuletzt grossen Wert auf die Verteidigung in der Box gelegt – anscheinend aber zu wenig.»

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