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Sunday, September 27, 2026

Abstimmung Kanton Schaffhausen – Im Schaffhauser Tempo-Streit zeichnet sich ein zweifaches Nein ab

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Im Kanton Schaffhausen schickt die Stimmbevölkerung eine Initiative «für flüssigen Verkehr» und einen Gegenvorschlag dazu ab.

Die Schaffhauser Stimmbevölkerung will nichts von strengeren Regeln für Tempo-30-Zonen wissen. Sowohl die «Verkehrsfluss-Initiative» als auch der sanftere Gegenvorschlag werden deutlich abgelehnt, mit gut 53 beziehungsweise fast 54 Prozent. Noch fehlen drei Gemeinden, diese vermögen das Resultat aber nicht mehr zu ändern.

Auffällig ist das uneinheitliche Bild: Von den 21 ausgezählten Gemeinden stimmen 13 der Initiative zu. Beim Gegenvorschlag sind es sieben Gemeinden, die Ja sagen.

Stadt Schaffhausen lehnt beide Vorlagen deutlich ab

Da auch die Stadt Schaffhausen beide Vorlagen abgelehnt hat, dürfte es beim Status quo bleiben, was die Einführung von Tempo 30 auf Hauptstrassen angeht. Die Kantonshauptstadt ist besonders von der Abstimmung betroffen, denn sie möchte auf zwei wichtigen Hauptstrassen Tempo 30 einführen.

Strassenszene mit Tempo-30-Schild, Bäumen und Häusern bei Tag.
Legende: Die «Verkehrsflussinitiative» von der EDU wird unterstützt von der SVP. Sie fordert faktisch ein Verbot von Tempo 30 auf Hauptstrassen. SRF/Roger Steinemann

Die EDU lancierte 2024 die Verkehrsflussinitiative. Sie taxiert Tempo-30-Zonen und bauliche Massnahmen wie Strassenverengungen auf Schaffhauser Hauptstrassen als Hindernis für den Verkehr.

Die Initiative will Tempo 30 auf Hauptstrassen daher faktisch verbieten und innerorts grundsätzlich Tempo 50 sichern. Ausnahmen wären nur mit einer Änderung des kantonalen Strassenrichtplans durch das Kantonsparlament möglich.

Gegenvorschlag des Regierungsrates

Regierungsrat und Kantonsrat erachten die Initiative als zu restriktiv und stellen ihr einen Gegenvorschlag gegenüber. Dieser schränkt Tempo 30 und bauliche Verkehrsberuhigungen ebenfalls ein, lässt sie jedoch in begründeten Ausnahmefällen zu. Zuständig für solche Entscheide wäre das kantonale Tiefbauamt.

Politisch stehen sich die Lager klar gegenüber: EDU und SVP unterstützen die Initiative, FDP und Mitte den Gegenvorschlag. SP, Grüne und GLP lehnen beide Vorlagen ab, weil sie Eingriffe für die Verkehrssicherheit erschweren könnten.

Abstimmungsdossier

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Hier finden Sie News und Hintergründe zu den Abstimmungen vom 27. September 2026.

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