Ali (26) erhält Job bei Ikea – und wird direkt wieder gefeuert

Darum gehts
- Ikea Schweden bietet Ali Alshihan (26) eine unbefristete Stelle im Kundenservice an und nimmt sie kurz darauf zurück.
- Das Angebot war laut Ikea für einen anderen Kandidaten mit ähnlichem Namen bestimmt.
- Alshihan glaubt das nicht, da sein Name in Schweden einzigartig sei.
- Ikea bedauert den Fehler und will ihn bei künftigen Auswahlverfahren berücksichtigen.
Die Freude bei Ali Alshihan (26) war gross, als er eine Nachricht von Ikea in seinem Mail-Postfach fand: «Herzlichen Glückwunsch! Wir möchten Ihnen eine Vollzeitstelle […] als unbefristete Anstellung als Resolutions Generalist bei Ikea anbieten.» Es handelt sich um eine Position im Kundenservice und Beschwerdemanagement des Möbelhauses in Älmhult, auf welche sich Alshihan nach mehreren Jahren Erfahrung in der Logistik beworben hatte.
Gegenüber dem «Expressen» erzählt der junge Mann, nach dem Videointerview habe er ein sehr gutes Gefühl gehabt. «Ich hatte mich sehr gründlich vorbereitet, um alles richtig zu machen.»
«Angebot war ein Fehler»
In der schriftlichen Zusage waren sein Vor- und Nachname, das Gehalt, sein direkter Vorgesetzter, die Wochenarbeitszeit und sein Startdatum vermerkt. «Ganz ehrlich: Ich begann vor Freude zu springen. Ich war überglücklich», sagt Ali Alshihan.
Doch kurz darauf meldete sich Ikea erneut per Mail bei ihm. Es handelte sich um eine automatische E-Mail, in der es hiess, die Recruiter hätten sich für andere Kandidaten entschieden. Er rief bei seinem vermeintlich neuen Arbeitgeber an und erhielt danach eine dritte Mail: «Hiermit bestätige ich, dass das Ihnen per E-Mail zugesandte Angebot ein Fehler war und für einen anderen Kandidaten mit einem ähnlichen Namen bestimmt war», schrieb der Recruiter.
Ali versteht Begründung nicht
«Ich fühlte mich sehr niedergeschlagen, traurig und schockiert. Es ist dieses Gefühl, nicht gut genug zu sein», erzählt Alshihan im «Expressen». Er habe grosse Hoffnungen in Ikea gesetzt und auch andere Bewerbungsverfahren abgebrochen.
Die Begründung von Ikea kann er nicht so recht glauben. «In der Nachricht stehen mein Vor- und Nachname, und der ist einzigartig. Es gibt in Schweden nicht viele Menschen, die so heissen.»
Das sagt Ikea
Gegenüber dem «Expressen» hat Ikea bestätigt, das Stellenangebot irrtümlich verschickt zu haben. «Wir bedauern den Vorfall und stehen mit der betreffenden Person im Dialog», schreibt Louise Ridell Ehinger, Pressesprecherin von Ikea Schweden. Man bedauerte das Missverständnis. Der junge Mann soll aufgrund seines «Interesses» und seiner «Erfahrung» bei künftigen Auswahlverfahren im Hinterkopf behalten werden.
Hast du oder hat jemand, den du kennst, Probleme mit dem Job?
Hier findest du Hilfe:
Arbeit.swiss, Informationen und Adressen für Stellensuchende
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.
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