The Jerusalem PostIranians defy Islamic regime with Halloween celebrations as several reportedly detainedInquirerNo fully booked trips up to Nov. 3 so far at PITXPunch2027: Otti warns supporters against disrupting opposition campaignsBusiness AMGoogle voert gesprekken met Pentagon over deelname aan raketafweerproject Golden Dome van Donald TrumpAnime News NetworkLego One Piece Animation ReviewHipertextualHasta nunca, Copilot: la IA de Microsoft desaparecerá pronto de tu televisorZDF heuteEntdecken Sie das ZDF-NachrichtenstudioWirtualna PolskaRyzyko Morawieckiego. Ekspert: Wpada w "Trójkąt Bermudzki" polskiej politykiANSA SportPisacane 'questo Cagliari ha mezzi per raggiungere l'obiettivo'CBS SportsWeek 8 NFL score predictions, best picks today: Expert reveals exact scores for every NFL gameRTP DesportoPedro Figueiredo termina em oitavo na Grande Final do Challenge Tour de golfeSRF News«Netz Natur» und mehr – Andreas Moser machte Tiere zu Fernsehstars
The Daily Newsstand · Free, Always
Sunday, November 1, 2026

Polizei zieht Bilanz zu Krawallen in Frankfurt

Translate
Eine Person wird in einem Laden von einem Polizisten abgeführt

Polizei zu Krawallen Viele Randalierer in Frankfurt wohl ohne politisches Motiv

Stand: 01.11.2026 • 15:34 Uhr

54 Festnahmen, zahlreiche Verletzte und fünf geplünderte Geschäfte: Nach den Krawallen in Frankfurt am Main hat die Polizei eine erste Bilanz gezogen. Bei einem überwiegenden Teil der Randalierer sei kein politisches Motiv erkennbar.

54 Festnahmen, 100 verletzte Polizisten, fünf geplünderte Geschäfte: Nach den schweren Ausschreitungen in Frankfurt haben Polizei und Innenministerium am Sonntag eine erste Bilanz gezogen. Demnach wurden 87 Strafanzeigen aufgenommen, 1.225 Platzverweise ausgesprochen und 366 Personen kontrolliert. Auch Feuerwehr und Rettungskräfte wurden angegriffen.

Nach den größtenteils friedlichen Gen-Z-Protesten war es am Samstagabend in der Frankfurter Innenstadt zu Plünderungen und massiver Gewalt gegen Einsatzkräfte gekommen. Die Ausschreitungen zogen sich bis tief in die Nacht. Bei einer Pressekonferenz am Sonntagmittag informierten Innenminister Roman Poseck (CDU), Polizeipräsident Stefan Müller, Einsatzleiter Erik Hessenmüller sowie Vertreter der Stadt Frankfurt über die bisherigen Erkenntnisse.

Polizei unterscheidet zwischen zwei Tätergruppen

Nach Einschätzung der Polizei muss hier zwischen unterschiedlichen Gruppen unterschieden werden. Gegen Ende der Demonstration sei eine kleinere Gruppe gewalttätig geworden, sagte Einsatzleiter Erik Hessenmüller. Die späteren Ausschreitungen auf der Zeil und in der übrigen Innenstadt schreibt die Polizei dagegen einer anderen Personengruppe zu.

Es sei eine schwierige Gemengelage für die Einsatzkräfte gewesen, sagte Hessenmüller. Bei der Aufarbeitung müsse deshalb genau differenziert werden, wer wann an den Ausschreitungen beteiligt gewesen sei.

Junge Männer ohne erkennbares politisches Motiv

Bei den nächtlichen Randalen und Plünderungen handelte es sich nach Einschätzung der Polizei vor allem um junge Männer mit Migrationshintergrund. Die Gruppen, die sich regelmäßig an Wochenenden in der Frankfurter Innenstadt treffen, seien der Polizei bereits bekannt, sagte Polizeipräsident Stefan Müller.

Bislang habe man diese Personen eher als "erlebnisorientiert" eingeordnet. Die Ereignisse vom Samstag hätten nun gezeigt, dass sie auch gewaltbereit seien. Ein politisches Motiv sei bei ihnen allerdings nicht erkennbar.

Die Polizei hofft, anhand der Videoaufnahmen weitere Tatverdächtige identifizieren zu können. Bei den bereits Festgenommenen handelt es sich um Menschen im Alter zwischen 13 und 29 Jahren. Nach Angaben von Innenminister Poseck besitzen sie überwiegend die deutsche Staatsangehörigkeit.

Unter den Festgenommenen seien sowohl Frankfurter als auch Personen aus anderen Teilen Hessens und aus Nordrhein-Westfalen, sagte Müller.

Möglicherweise hätten sich einige der Randalierer die Bilder von Plünderungen in Frankreich zum Vorbild genommen. Welche Geschäfte angegriffen wurden, sei dabei offenbar eher zufällig gewesen.

Insgesamt wurden nach Polizeiangaben fünf Geschäfte geplündert. Angegriffen wurde auch ein Waffengeschäft. Dort konnte die Polizei mehrere Personen festnehmen und Schreckschusswaffen sicherstellen.

Bis zu 30 Einsatzorte gleichzeitig

Wie schwierig die Lage für die Einsatzkräfte war, verdeutlichten die Verantwortlichen anhand des Ausmaßes der Ausschreitungen. Zeitweise habe es bis zu 30 Einsatzorte gleichzeitig gegeben

Das große Gebiet mit seinen zahlreichen Straßen, kleinen Gassen und Innenhöfen habe den Polizeieinsatz erheblich erschwert. Hinzu sei die große Zahl an Randalierern gekommen.

Nach Angaben der Polizei wurden Einsatzkräfte mit Böllern und Molotowcocktails angegriffen, teilweise aus dem Hinterhalt. Außerdem errichteten Randalierer Barrikaden.

Poseck spricht von "entsetzlichem Gewaltexzess"

Poseck bezeichnete die Ausschreitungen als "entsetzlichen Gewaltexzess". Für die Einsatzkräfte sei es eine außerordentlich schwierige Nacht gewesen.

Nach seinen Angaben wurden 100 Polizisten verletzt, einer davon schwer. Der Beamte habe einen Stein ins Gesicht bekommen. Das seien "Bilder, die nicht in unser Stadtbild gehören", sagte Poseck.

Die Gruppe von schätzungsweise 1.000 bis 1.500 Störern sei überwiegend "migrantisch geprägt" gewesen, sagte er. Zugleich sagate er ein, dass die Festgenommenen mehrheitlich deutsche Staatsangehörige seien.

Es dürfe nun "keine falschen Tabus geben", forderte Poseck. Er setze "auf Inhaftierungen und abschreckende Strafen".

Innenminister kündigt härtere Gangart an

Für Poseck sind die Ausschreitungen eine "Initialzündung für eine härtere Gangart". Die Nacht müsse klare Konsequenzen haben. Die Täter müssten die "ganze Härte des Rechtsstaates" spüren.

Der Innenminister kündigte an, stärker gegen Strukturen von "gewaltbereiten Menschen mit Migrationshintergrund" vorgehen zu wollen. Ziel sei es, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen.

Auch Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) zeigte sich schockiert von den Gewaltexzessen. Diese würden nicht ohne Konsequenzen bleiben, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

"Wer sich so verhält wie die Angreifer in der Frankfurter Innenstadt, stellt sich außerhalb unserer Gesellschaft. Wir werden Aggressoren, Tätergruppen und Hergang genau bewerten und unsere Schlüsse ziehen."

Oberbürgermeister Josef: "Mir ist völlig egal, welchen Pass jemand hat"

Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) zeigte sich ebenfalls erschüttert. Er sei "fassungslos und wütend", sagte er auf der Pressekonferenz. "Es tut mir weh, unsere Stadt so zu sehen."

Anders als Innenminister Poseck stellte Josef dabei nicht die Herkunft der mutmaßlichen Täter in den Mittelpunkt. "Mir ist völlig egal, welchen Pass jemand hat oder wo seine Eltern geboren sind", sagte der Oberbürgermeister. Wer Gewalt ausübe, müsse die juristischen Konsequenzen tragen.

"Gen Z regelt" distanziert sich von Gewalt

Die Organisatoren der Gen-Z-Demonstration distanzierten sich ausdrücklich von den Ausschreitungen. "Was nach dem Ende der Kundgebungen passiert ist, darauf hatten wir keinen Einfluss", erklärte ein Sprecher der Initiative "Gen Z regelt".

Bereits am Samstagabend hatte die Initiative auf Instagram eine Stellungnahme veröffentlicht. Darin distanzierte sie sich von "jeglicher Form der Gewalt sowie von gewalttätigen Handlungen anderer Gruppen oder Einzelpersonen", die nicht Teil der Demonstrationen gewesen seien.

"Wir stehen für friedlichen Protest, demokratische Werte und das Recht, unsere Meinung frei zu äußern. Gewalt war und ist niemals Teil unserer Bewegung."

Trotz der Ausschreitungen will die Initiative weiter demonstrieren. Die Proteste am Samstag seien nur ein erster Schritt gewesen. In drei Wochen sollen erneut bundesweit Menschen mobilisiert werden.

"Wir wollen uns an den europaweiten Protesten am 20. November beteiligen", sagte ein Sprecher des Presseteams, der öffentlich nur unter seinem Vornamen Amadeo auftreten möchte, der Deutschen Presse-Agentur.

View the original on Tagesschau →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.