Spionagevorwurf gegen Ex-BND-Chef: Ermittlungen gegen Hanning: Aserbaidschan protestiert bei Bundesregierung

Spionagevorwurf gegen Ex-BND-ChefErmittlungen gegen Hanning: Aserbaidschan protestiert bei Bundesregierung
07.10.2026, 16:45 Uhr
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Ex-BND-Chef Hanning soll Berichten zufolge mit illegal erworbenen Geheimdienstinformationen nach seiner Amtszeit unter anderem eine Analyse für einen aserbaidschanischen Geheimdienstler verfasst haben. Das Land wehrt sich.
Nach den Spionagevorwürfen gegen den ehemaligen Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND), August Hanning, hat Aserbaidschan lokalen Medienberichten zufolge bei der Bundesregierung dagegen protestiert, dass das Land mit dem Fall in Verbindung gebracht wird. Der Protest sei über nachrichtendienstliche und diplomatische Kanäle an das Bundeskanzleramt und das Auswärtige Amt übermittelt worden, berichtete die aserbaidschanische Nachrichtenagentur APA. Der einstige Geheimdienstchef Hanning soll jahrelang vertrauliche Informationen ans Ausland weitergegeben haben.
Hanning, der den BND von 1998 bis 2005 leitete, sitzt in Untersuchungshaft. Dem 80-Jährigen wird vorgeworfen, nach dem Ende seiner Amtszeit von seinem früheren Büroleiter geheime Erkenntnisse gekauft und teilweise weitergegeben zu haben. Konkret soll sein Ex-Mitarbeiter ihm mehr als 2000 als geheim eingestufte Dokumente verkauft haben.
Unter anderem soll Hanning mithilfe des Materials eine Analyse für einen Mitarbeiter eines fremden Geheimdienstes verfasst haben - wobei unklar ist, ob diese ankam. Offiziell ist nicht bekannt, um welchen Geheimdienst es sich mutmaßlich handelte. Der "Spiegel" berichtete, es gebe den Verdacht, dass Hanning mit einem aserbaidschanischen Agenten in Verbindung gestanden habe. Der Bundesanwaltschaft zufolge hatte er jahrelang intensiven Austausch mit einem Geheimdienstmitarbeiter.
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