Weniger Asche aus Ätna-Vulkan – Trotz Aktivität: Flughafen Catania kann Betrieb wieder aufnehmen

- Der Flughafen von Catania, Sizilien, nimmt den Betrieb wieder auf, nachdem die Lufträume wegen des anhaltenden Ausbruchs des Ätna gesperrt waren. Dies teilt die Betreibergesellschaft des Flughafens Sac mit.
- Zuvor war der An- und Abflug wegen einer neuen Aschewolke des Vulkans Ätna gesperrt worden.
Seit gestern waren bereits mehrere Dutzend Flüge ausgefallen, darunter viele internationale Verbindungen. Die Ausfälle sollten ursprünglich bis 22 Uhr anhalten und wurden jetzt frühzeitig aufgehoben. Die Sac fordert Passagiere auf, «den Status ihres Fluges bei den Fluggesellschaften zu überprüfen».
Weniger Asche: Alarmstufe von Rot auf Orange
Europas aktivster Vulkan stösst seit Sonntag wieder Asche aus. Zeitweise reichte die Aschewolke nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) vier Kilometer in den Himmel. Für den Flugverkehr galt während der letzten Tage, wie bereits im vergangenen Monat, die Warnstufe rot. Es ist die höchste von vier Stufen. Das bedeutet, dass eine Eruption mit erheblichem Ausstoss von Asche unmittelbar bevorsteht oder bereits im Gang ist.
Nun strömt aus den Gipfelkratern des Vulkans zwar weiterhin Asche, allerdings in schwächerer Form. Deshalb hat das INGV eine abgeschwächte Flugwarnung herausgegeben, in der die Alarmstufe von Rot auf Orange gesenkt wurde.
Ätna bricht immer wieder aus
Doch noch ist die Gefahr nicht ganz vorüber: Die Asche hat zwar ab-, das «Beben» jedoch zugenommen. Es signalisiert die aufsteigende Energie des Magmas in den inneren Kanälen des Vulkangebäudes.
Die Aktivität störte den Betrieb im Flughafen von Catania in diesem Sommer wiederholt. Er wird auch von zahlreichen Ausländern genutzt, die auf Italiens grösster Mittelmeerinsel Urlaub machen wollen. Im August hatte es mehr als eine Woche gedauert, bis der Alarm wieder aufgehoben werden konnte. Damals fielen mitten in der Hauptreisezeit Hunderte Flüge aus. Betroffen waren mehr als 100'000 Urlauber, auch viele aus Deutschland. Die Aschewolke wurde damals auch übers Mittelmeer getrieben, bis zur Insel Malta und sogar bis nach Libyen. Der mehr als 3300 Meter hohe Ätna bricht regelmässig aus. Er wird ständig überwacht.
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