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Wednesday, October 14, 2026

Nächster Schritt zu Infantinos Wiederwahl? FIFA will Verbänden Milliarden ausschütten

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Trotz großer Kritik arbeitet Gianni Infantino mit Hochdruck an seiner Wiederwahl als FIFA-Präsident. Helfen könnte dabei ein finanzieller Schachzug mit verdächtigem Timing.

Arbeitet mit Hochdruck an seiner Wiederwahl: FIFA-Präsident Gianni Infantino

Arbeitet mit Hochdruck an seiner Wiederwahl: FIFA-Präsident Gianni Infantino IMAGO/ZUMA Press

Rund vier Wochen vor der Nominierungsfrist ist Gianni Infantino weiterhin konkurrenzlos. Seine Kritiker, etwa aus den europäischen und nordamerikanischen Kontinentalverbänden, haben bisher keinen Gegenkandidaten zum umstrittenen FIFA-Präsidenten gefunden. Zuletzt sagten etwa Aleksander Ceferin (UEFA) und Victor Montagliani (CONCACAF) ab, die an der Spitze ihrer Verbände verbleiben möchten.

Die Aussicht auf eine Wahl ohne Gegenkandidaten hält Infantino jedoch nicht davon ab, Wahlkampf in eigener Sache zu machen. Wobei einmal mehr ein monetärer Schachzug Teil der Strategie ist: Laut US-Nachrichtenagentur AP, der ein entsprechendes Dokument des Weltverbands vorliege, plane die FIFA zwischen 2027 und 2030 Ausschüttungen in einer Gesamthöhe von rund 5,6 Milliarden Euro. Darunter empfindlich erhöhte Zahlungen an die Nationalverbände in Höhe von jeweils rund 22,3 Millionen Euro.

Entwicklungsförderung zum perfekten Zeitpunkt

Auf Anfrage begründete die FIFA den neuen Finanzplan mit der ertragreichen WM im Sommer. Die Endrunde in Kanada, Mexiko und den USA brach jegliche Umsatz- und Einnahmerekorde, weshalb die Verantwortlichen in Zürich "die Investitionen in die Entwicklung des Fußballs in den 211 Mitgliedsverbänden, den Kontinentalverbänden und anderen Anteilseignern fördern" wollen.

Allerdings dürfte es sich nicht ausschließlich um Wohlwollen der FIFA gegenüber den eigenen Mitgliedern handeln. Zu auffällig sind das Timing der durchgesickerten Ankündigung und auch der geplanten Abstimmung über das Paket. Denn während die Pläne von Infantino und Co. einen Tag vor der für Donnerstag anberaumten Sitzung des FIFA-Councils publik wurden, sollen diese beim FIFA-Kongress im März 2027 abgesegnet werden - bei dem auch die Wahl des FIFA-Präsidenten auf der Tagesordnung steht.

UEFA-Forderung fast verdreifacht

Gleichzeitig nimmt die wirtschaftliche Offensive der UEFA und Infantinos Chefkritiker Ceferin Wind aus den Segeln. Der europäische Kontinentalverband hatte den Schweizer angesichts der horrenden WM-Einnahmen in einem Maßnahmenkatalog angehalten, grundlegende Reformen einzuleiten und gleichzeitig Forderungen von mindestens zehn Millionen Dollar (rund 8,93 Millionen Euro) pro Nationalverband gestellt. Die das im Dezember noch vom FIFA-Rat zu finalisierende Modell mit den über 22 Millionen Euro deutlich überschreiten würde.

Ausgerechnet einer der großen Kritikpunkte an seiner Person, der Alleingang bei dem Vermarktungsplan der WM-Geschäfte, könnte damit zum Faustpfand Infantinos werden - und in der Kombination mit der überbordenden Unterstützung für den aktuellen FIFA-Präsidenten etwa aus Afrika mögliche verbliebene Anwärter auf die Rolle des Gegenkandidaten endgültig abschrecken.

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