Microsoft beerdigt „Copilot+“
Microsoft begräbt seine Marke Copilot+ nach nur zwei Jahren. Die zuletzt vorgestellten Surface-Tablets und -Laptops trugen diesen Markennamen schon nicht mehr. Andere PC-Hersteller verzichten ebenfalls zunehmend auf das Label. Die Marke litt von Anfang an: Die Vorzeigefunktion Recall musste wegen Sicherheitsmängeln verschoben werden.
Im Gespräch mit Windows Central bestätigt Surface-Chef Brett Ostrum die Neuausrichtung: „Diese Geräte werden nicht als Copilot+-PCs bezeichnet. Sie erfüllen jedoch alle Anforderungen, die wir bisher an Copilot+-Geräte gestellt haben“, erklärt Ostrum. „Wir setzen weiterhin auf das Narrativ von KI direkt auf dem Gerät und die Möglichkeit einer Hybridlösung.“
Starke KI-Einheit und dedizierte Taste
2024 bewarb Microsoft Copilot+-PCs als „neue Kategorie von Windows-Rechnern, die für KI entwickelt wurden“. Zentrale Anforderung war eine sogenannte Neural Processing Unit (NPU), die für lokale KI-Modelle mindestens 40 Billionen 8-Bit-Ganzzahlen pro Sekunde verarbeitet (40 Tops).
Zudem sollten zertifizierte Geräte eine Copilot-Taste haben, mit der sich KI-Funktionen aufrufen lassen. Das führte zu Kuriositäten wie Asus’ NUC 14 Pro AI, ein Mini-PC mit Copilot-Taste am Gehäuse.
Erst aufgeweicht, jetzt still ausgemustert
Vor einigen Monaten weichte Microsoft bereits sein Software Development Kit (SDK) auf. Dadurch laufen lokale Sprachmodelle wie Phi Silica auch auf Nvidia-Grafikkernen anstelle von NPUs – vorerst in einer experimentellen SDK-Version. Das war ein erstes Zugeständnis an Nvidias RTX-Spark-Prozessor mit starker GPU.
Microsoft veranstaltet am 7. Oktober 2026 ein Surface- und Windows-Event. Dort dürfte das Unternehmen weitere Details zum bereits angekündigten Surface Laptop Ultra mit Nvidia RTX Spark nennen.
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