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Tuesday, October 6, 2026

Welches Modell fährt zum Titel?

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Testtag zum Schweizer Auto des Jahres 2027

Welches Modell fährt zum Titel?

Zwölf Autoprofis, zwölf Modelle, eine Entscheidung: Welches wird das Schweizer Auto des Jahres 2027? Im TCS Fahrtrainigszentrum Betzholz in Hinwil mussten die ausschliesslich elektrischen Fahrzeuge zum grossen Vergleichstest vor der Fachjury antreten.

Publiziert: vor 51 Minuten

Aktualisiert: 02.10.2026 um 23:11 Uhr

  • Schweizer Auto des Jahres 2027 – Fachjury testet die zwölf Finalisten
  • Rennprofis und Expertinnen bewerten Fahrzeuge auf dem TCS-Gelände in Hinwil
  • Der Gewinner der wichtigsten Schweizer Autowahl wird Mitte Januar 2027 bekannt gegeben
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Andreas EngelRedaktor Auto & Mobilität

Die Spannung ist an diesem milden Herbstmorgen förmlich greifbar: Wie jedes Jahr trifft sich die Schweizer Autoszene Anfang Oktober im TCS Fahrtrainingszentrum Betzholz in Hinwil ZH inmitten des grossen Autobahn-Kreisverkehrs, um das Schweizer Auto des Jahres zu wählen.

Schon vor dem Testtag filterte die Jury um Rennprofi und Präsident Nico Müller (34), der sich wie Rennfahrerin Simona de Silvestro (38) aufgrund wichtiger beruflicher Verpflichtungen kurzfristig abmelden musste, in einer ersten Selektion aus 35 automobilen Neuheiten des Jahres 2026 ihre zehn Favoriten heraus. Weil bei der Vorauswahl aber gleich vier Modelle punktgleich auf Rang 9 lagen, treten dieses Jahr nicht wie sonst zehn, sondern ausnahmsweise zwölf Autos im Finale an. Und diese zwölf Modelle werden heute von der Jury bei intensiven Testfahrten auf und abseits des TCS-Geländes auf Herz und Nieren geprüft.

Vom City-Zwerg bis zum Power-SUV

Spannend: Zum ersten Mal in der 16-jährigen Geschichte der Wahl haben alle Finalisten einen rein elektrischen Antrieb. Zum Unmut von Influencerin Carla Welti: «Ich finde es schade, dass es nur reine E-Autos ins Finale geschafft haben. Gerade mit Blick auf den Schweizer Automarkt hätte ich gerne auch einige Hybride hier gesehen.» Dennoch ist die Bandbreite an Fahrzeugen riesig: von Kleinwagen wie dem Renault Twingo E-Tech Electric oder VW ID. Polo über die stattliche China-Limousine XPeng P7+ bis zum Power-SUV Porsche Cayenne Electric mit bis zu 1156 PS Leistung (auch interessant: Die zwölf Finalisten in der Übersicht).

Das sind die zwölf Finalisten

  • Audi Q4 e-tron
  • BMW i3 50 xDrive
  • Cupra Raval
  • Hyundai Ioniq 3
  • Mercedes GLC
  • Peugeot e-208 GTi
  • Porsche Cayenne Electric
  • Renault Twingo E-Tech Electric
  • Volvo EX60
  • VW ID. Polo
  • Xpeng P7+
  • Zeekr 7GT

David Kuenzler

  • Audi Q4 e-tron
  • BMW i3 50 xDrive
  • Cupra Raval
  • Hyundai Ioniq 3
  • Mercedes GLC
  • Peugeot e-208 GTi
  • Porsche Cayenne Electric
  • Renault Twingo E-Tech Electric
  • Volvo EX60
  • VW ID. Polo
  • Xpeng P7+
  • Zeekr 7GT

«Eigentlich Wahnsinn für ein Strassenauto, das von jedermann mit gültigem Fahrausweis gefahren werden darf», meint Marcel Fässler (50), dreifacher Sieger des legendären 24-Stunden-Rennens von Le Mans, zum Elektro-Cayenne. «Die Beschleunigung von 2,5 Sekunden entspricht etwa jener eines F1-Boliden.»

Anders als Rennfahrer Fässler legt Gregory Germann seinen Fokus kaum auf die Fahrdynamik. Als Projektleiter Fahrzeugbewertung eco-auto.info beim VCS findet er vor allem die kleinen Stromer interessant. «Wir vom VCS erhoffen uns viel von den Elektro-Kleinwagen. Und sind für möglichst kleine Batterien in den Autos, da die Akkus sehr ressourcenintensiv sind.» Nach seinen ersten Testfahrten meint er: «Ein Twingo Electric, ID. Polo oder Hyundai Ioniq 3 reicht doch für die meisten Leute im Alltag locker aus.»

Sieger wird erst im Januar enthüllt

Am Ende des langen Testtags haben die Juroren unzählige Pylonen auf dem Handlingparcours umrundet und dabei nicht nur die Leistungsfähigkeit der Antriebssysteme und Bremsanlagen ausgelotet, sondern auch intensive Gespräche mit Kolleginnen und Markenvertretern geführt. Doch welches Modell zuoberst auf dem Podest landet, dürfen die Jurymitglieder auch im direkten Gespräch nicht verraten, sondern ziehen sich zur geheimen Punktevergabe ins stille Kämmerlein zurück. Total kann jeder Juror 25 Punkte vergeben – verteilt auf mindestens sieben Autos, aber mit maximal zehn Punkten für ein Modell.

Die ausgefüllten Wahlzettel bleiben allerdings unter Verschluss: Erst am Montag, 25. Januar 2027, wird das Siegerauto an einer Galaveranstaltung in Safenwil AG verkündet. Auch die Fachjury erfährt erst dann, welches Modell sie zum Schweizer Auto des Jahres 2027 gewählt hat – und den Vorjahressieger BMW iX3 ablöst.

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