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Saturday, October 24, 2026

Zeitumstellung: Wann wie an der Uhr zu drehen ist

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Zweimal im Jahr werden die Uhren umgestellt, ein umstrittener Vorgang. Zu welchem Zweck die Zeitumstellung eingeführt wurde und was die Weltkriege damit zu tun haben.

21.10.2026 | 1:39 min

Wann wird die Zeit umgestellt?

Die Winterzeit ist die eigentliche "Normalzeit", auf die die Uhr am jeweils letzten Sonntag im Oktober zurückgestellt wird - und zwar nachts um 3 Uhr auf 2 Uhr. In diesem Jahr ist dies am 25. Oktober der Fall. In den kommenden drei Jahren steht die Umstellung auf Winterzeit an folgenden Daten an:

  • 30. Oktober 2027
  • 29. Oktober 2028
  • 28. Oktober 2029

Am jeweils letzten Sonntag im März wird in Deutschland von Winterzeit auf Sommerzeit umgestellt. Die Uhr wird dabei nachts um 2 Uhr eine Stunde auf 3 Uhr vorgestellt. Dieses sind die Daten für die kommenden drei Jahre:

  • 28. März 2027
  • 26. März 2028
  • 25. März 2029

Am Wochenende ist es wieder so weit: In der Nacht auf Sonntag, den 25. Oktober, wird die Uhr umgestellt. So merkt sich Gundula Gause, wie an der Uhr gedreht werden muss.

21.10.2026 | 0:35 min

Wieso gibt es die Zeitumstellung noch?

Gerade in Deutschland halten viele Menschen wenig von den jährlich zwei Zeitumstellungen. In Umfragen meinen regelmäßig rund drei Viertel der Befragten, der Wechsel sei überflüssig und gehöre abgeschafft. Nicht zuletzt berichtet ein Teil über gesundheitliche Auswirkungen der Zeitumstellung, etwa Schlafprobleme.

Das Europaparlament sprach sich dafür aus, die Umstellung 2021 abzuschaffen - was aber ohne Konsequenzen blieb. Es gibt im Kreis der EU-Staaten keine einheitliche Position, welche Zeit künftig gelten soll.

Im Frühjahr wird die Uhr eine Stunde vorgestellt, im Herbst eine zurück: Arzt und Medizinjournalist Christoph Specht ordnet ein, welche gesundheitlichen Folgen die Zeitumstellung haben kann.

21.10.2026 | 6:44 min

Welche Eselsbrücke zum Merken gibt es?

Viele Menschen sind unsicher, wann sie wie an der Uhr drehen müssen. Helfen kann eine Eselsbrücke, die Straßencafé-Faustregel: Im Sommer stellen Straßencafés ihre Stühle vor das Lokal - auch die Uhr wird eine Stunde vorgestellt. Im Winter stellen die Cafés die Stühle zurück, so wie Uhrenbesitzer ihre Zeitmesser.

Wie wird an der Uhr gedreht? Das zeigt eine Grafik zur Zeitumstellung. Die Uhr wird immer in Richtung Sommer umgestellt: Vom Frühling aus eine Stunde vor, vom Herbst aus betrachtet eine Stunde zurück.

Zeitumstellung - so geht es: Die Uhr wird immer in Richtung Sommer umgestellt - im Frühling eine Stunde vor, im Herbst eine Stunde zurück.

Quelle: ZDF

Was bedeutet die Zeitumstellung für Technik?

Rein technisch ist der Zeitwechsel unproblematisch. Taktgeber für die Zeit sind in Deutschland die Atomuhren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Über Sender werden die Signale übertragen, durch die sich die Funkuhren automatisch an die Zeitumstellung anpassen.

Warum werden die Tage kürzer und was hilft bei Schlafproblemen durch die Zeitumstellung? Fachleute geben Antworten. Ein Uhrmacher zeigt, warum er beim Zurückstellen besonders aufpassen muss.

22.10.2026 | 5:54 min

Wieso wird die Uhr überhaupt umgestellt?

Ab 1916 führte das Kaiserreich eine Sommerzeit ein, um das Tageslicht in Landwirtschaft und Rüstungsindustrie besser nutzen zu können. Drei Jahre lang stellte Deutschland die Uhren von Ende März bis Ende September eine Stunde vor. 1919 wurde diese Maßnahme wieder rückgängig gemacht. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde die Sommerzeit 1940 wieder eingeführt.

Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis 1949 gab es verschiedene Regelungen. 1947 wurde nicht nur um eine Stunde auf die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) umgestellt, sondern im Mai sogar um eine weitere Stunde - auf die Mitteleuropäische Hochsommerzeit (MEHSZ). Letztere wurde im Juni wieder beendet, im Oktober wurde dann wieder auf Winterzeit zurückgestellt. Doch dies war ein einmaliges Experiment.

Gesundheitliche Beschwerden

:Zeitumstellung: Frauen stärker betroffen

Frauen haben nach der Zeitumstellung deutlich häufiger gesundheitliche Probleme als Männer. Einer Umfrage zufolge klagen 38 Prozent der Frauen über Beschwerden, bei Männern sind es 22 Prozent.

Video0:27

Ein Wecker steht neben einem Bett, in dem eine Frau schläft.

Zwischen 1950 bis 1979 drehte Deutschland nicht an den Uhren. Doch schließlich veränderte die Ölkrise erneut den Takt: Durch eine bessere Nutzung des Tageslichts sollte Energie gespart werden. Weil Frankreich und andere europäische Staaten vorgeprescht waren, wurde am 6. April 1980 in beiden deutschen Staaten erneut die Sommerzeit eingeführt.

Bis 1996 wurden die unterschiedlichen Sommerzeitregelungen in der EU vereinheitlicht. Seitdem stellt auch Deutschland die Uhren von Ende März bis Ende Oktober um.

Kritiker der Zeitumstellung führen neben gesundheitlichen Belastungen ins Feld, dass diese ihren ursprünglichen Zweck nicht erfüllt. Eigentlich sollte das Vorstellen der Uhr im Frühjahr auf die Sommerzeit zum Energiesparen in der hellen Jahreszeit beitragen. Die Überlegung war: Wenn sich der Tag um eine Stunde nach vorn verschiebt, wird weniger Beleuchtung und damit weniger Strom verbraucht. Doch Energiespareffekte sind laut Analysen kaum nachweisbar.

Quelle: Mit Material von KNA, AFP, Reuters

Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung "Volle Kanne" am 21.10.2026 ab 09:05 Uhr.

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