2:1 in der 11. SL-Runde – Knapper FCZ-Sieg dank Kénys Geniestreich und FCL-Chancenwucher

- Der FC Zürich schlägt den FC Luzern in der 11. Runde der Super League im heimischen Letzigrund mit 2:1.
- Philippe Kénys Penalty zum 1:0 für den FCZ ist ein wahrer Hingucker.
- Servette gewinnt gegen Vaduz ebenfalls mit 2:1. YB empfängt zum SRF-Livespiel den FC St. Gallen.
Die Gäste aus Luzern rannten unermüdlich an und auch tief in der Nachspielzeit noch einem 1:2-Rückstand hinterher, als sie sich auf der linken Seite nochmals freispielten. Die Hereingabe Ruben Fernandes' brachte Pius Dorn aus kürzester Distanz aufs Tor – Silas Hubers rechte Schulter verhinderte aber den hochverdienten Luzerner Ausgleich. Kurz danach war Schluss im Letzigrund. Dem FCZ gelang eine Reaktion auf das Ausscheiden im Cup in Aarau vor einer Woche. Er bleibt damit weiter ungeschlagen gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte.
Kénys frecher Penalty
Die Zürcher hatten den besseren Start in die Partie erwischt und kamen durch Ex-FCL-Spieler Kevin Spadanuda (3.) zu einer ersten guten Chance. Nach einer Phase, in der die Gäste Oberwasser hatten, gestaltete sich das Geschehen vor 14'216 Fans im Letzigrund ausgeglichen.
Mitten in diese ereignisarme Phase fiel das Highlight des Spiels: Umeh Emmanuel wurde von Bung Meng Freimann im Strafraum gefällt und dem FCZ ein Penalty zugesprochen. Philippe Kény übernahm in der 26. Minute die Verantwortung und griff dabei tief in die Trickkiste: Aus dem Stand überwand er FCL-Schlussmann Karlo Letica.
Luzern war um eine Reaktion bemüht, es fehlte allerdings immer irgendwo an der Präzision. Matteo Di Giustos Abschluss (38.) war eine dankbare Prüfung für Huber. Daniel Mikolajewski bezwang diesen eine Minute später zwar, war aber aus dem Abseits gestartet.
Pechvogel Freimann, Chancentod Toggenburger
Auch in die zweite Halbzeit startete das Heimteam besser und schon in der 52. Minute durften die Zürcher zum zweiten Mal jubeln. Miguel Reichmuths Abschluss wurde von Bung Meng Freimann, der schon den Elfmeter verschuldet hatte, unhaltbar für Letica abgefälscht. Der FCZ war damit auf Kurs und hatte sogar die erste weisse Weste der Saison vor Augen.
Die Hoffnung darauf mussten sie aber bald aufgeben. Nando Toggenburger leitete in der 60. Minute mit einem Schuss knapp neben das Tor einen Luzerner Chancenreigen ein, der es in sich hatte: Erst vergab wieder Toggenburger alleine vor Huber (65.), dann verpassten Mio Zimmermann und Lewin Winkler ebenfalls, ehe Oscar Kabwit im Anschluss an einen Eckball Di Giustos in der 71. Minute der Anschlusstreffer gelang.
Wenig später hätte Emmanuel den Zweitore-Vorsprung wieder herstellen müssen, er traf aber alleine vor Letica nur dessen Kopf. Ansonsten spielte sich das Geschehen in der Schlussphase eigentlich nur in der Zürcher Platzhälfte ab. Tore fielen aber keine mehr, auch bei Dorns Topchance in der Nachspielzeit nicht.
So geht es weiter
Der FCZ muss am Sonntag in einer Woche nach Bern. Einen Tag vorher empfängt der FCL Sion zum SRF-Livespiel (um 20:30 Uhr).
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