Super League: 10. Runde – FCZ trotzt dem strömenden Regen und dreht Partie gegen Thun

- Der FC Zürich feiert in der 10. Runde der Super League zuhause gegen Thun einen lockeren 4:2-Sieg.
- Zunächst liegen die Zürcher in Rücklage, ehe sie das Spiel – unter anderem in Überzahl – zu ihren Gunsten drehen können.
- Auch in den anderen Samstagpartien kommt es zu klaren Heimsiegen: Lugano schlägt Luzern 4:0, Servette zwingt Sion in die Knie (3:0).
Etwas mehr als eine Stunde hat es gedauert, bis sich im Zürcher Letzigrund die entscheidenden Minuten abspielten. Erst hatte FCZ-Rechtsverteidiger Doron Lichtenstein mit seinem 1. Super-League-Tor für das 3:1 der Hausherren gesorgt, dann erwies Jan Bamert den Thuner Gästen mit seiner glattroten Karte nach einem harten Einstieg einen Bärendienst. Ironischerweise vertrat Bamert als Ersatzcaptain den eigentlichen Spielführer Marco Bürki – der nach dessen Aussetzer im September noch immer rotgesperrt fehlt.
Beide Teams hatten sich im strömenden Regen schwergetan. So war es eine Standardsituation, die zum 1. Tor geführt hatte – und zwar für den Meister: Nach einer Ecke und einem Kopfballduell kam die Kugel in die Füsse von Simon Lengen, der nicht lange fackelte und den Ball in die Maschen hämmerte (16.). Für Statistikbegeisterte: Es war das 1. Tor für die Thuner in dieser Spielzeit, das nach einer Ecke gefallen ist. Notabene beim 54. Versuch.
Zwei FCZ-Tore innert 7 Minuten
In der Folge rissen die Zürcher das Spieldiktat an sich und erspielten sich durch Kevin Spadanuda ihre erste gute Chance (19.) der Partie. Der Sommerneuzugang war der einzige Personalwechsel in der Startelf von FCZ-Trainer Marcel Koller im Vergleich zum 1:1-Remis vor der langen Länderspielpause (anstelle von Livano Comenençia). Spadanuda war es dann auch, der nach 30 Minuten die Zürcher nach einem schön herausgespielten Angriff zurück ins Spiel brachte.
Nur 7 Minuten später stellte Bledian Krasniqi das Spiel auf den Kopf. Der Mittelfeldmann brachte seinem Team mit einer entschlossenen Aktion und einem satten Schuss aus rund 20 Metern die 2:1-Führung ein. Spiel gedreht – dem strömenden Regen getrotzt.
Spätestens nach dem Platzverweis von Bamert war die Sache im Letzigrund gegessen. Daran änderten dann auch die Tore von Philippe Kény zum 4:1 (77.) und Dorian Derbacis zum 2:4-Anschluss nichts.
So geht's weiter
Die Super League pausiert schon wieder – diesmal für den Cup. Dort trifft der FCZ am 18. Oktober auswärts auf den FC Aarau (15 Uhr, live auf SRF zwei), Thun kriegt es gleichentags bei einem Gastspiel mit Schaffhausen zu tun (ab 16 Uhr). Am Donnerstag bestreitet der Schweizer Meister auch noch das 1. Spiel in der Conference League bei Twente Entschede (ab 21 Uhr). Alle drei Spiele gibt es live bei SRF zu sehen.
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