Verkehrsausschuss stimmt für Bahn-Neubaustrecke Hamburg-Hannover
Verbindung Hamburg-Hannover Doch ein Ja zur wichtiger Bahn-Neubaustrecke
Stand: 07.10.2026 • 10:58 Uhr
Die Bahnstrecke Hamburg-Hannover ist sehr wichtig für den Personen- und Güterverkehr - aber auch überlastet. Der Verkehrsausschuss des Bundestags stimmte nun für eine Neubaustrecke. Gegen das Projekt gibt es Widerstand.
Nach langen Verhandlungen und Nachbesserungen hat der Verkehrsausschuss des Bundestags für den Bau einer Bahn-Neubautrasse zwischen Hannover und Hamburg gestimmt. CDU, CSU, SPD, Grüne und Linkspartei stimmten dafür. Die Beschlussvorlage sieht zugleich Verbesserungen an der Bestandsstrecke vor.
Nun kann die Bahn die Neubautrasse weiter planen. Morgen soll sich der Bundestag mit dem Projekt befassen. Die Zustimmung gilt als wahrscheinlich.
Bestandsstrecke wird verbessert
"Wir beenden den jahrelangen Stillstand bei Hamburg-Hannover und bringen Neubau und Verbesserungen auf der Bestandsstrecke endlich zusammen", sagte Isabel Cademartori, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion. "Der Neubau schafft dringend benötigte Kapazitäten für Personen- und Güterverkehr, zugleich investieren wir rund 250 Millionen Euro zusätzlich in die bestehende Strecke bis spätestens 2034." Dazu gehören laut Cademartori mehr Lärmschutz, betriebliche Verbesserungen und die Chance auf neue Regionalhalte entlang der Neubaustrecke.
Der CDU-Abgeordnete Christoph Ploß sagte, die Neubaustrecke sei "ein zentraler Baustein, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen und die bestehenden Engpässe zwischen Hamburg und Hannover dauerhaft aufzulösen".
Widerstand in Niedersachsen
Die Strecke zwischen Hamburg und Hannover ist eine der wichtigsten Bahn-Verkehrsachsen in Deutschland. Die bestehende Strecke ist stark belastet. Nach DB-Angaben liegt die Auslastung auf dem Korridor bei bis zu 147 Prozent. Die Trasse ist für den Fernverkehr zwischen Nord- und Süddeutschland wichtig, für Pendler in Niedersachsen und Hamburg - und besonders für den Güterverkehr.
Vor zwei Wochen noch hatte die schwarz-rote Koalition im Bund eine Entscheidung über die Neubaustrecke verschoben. Dem Vernehmen nach hatten niedersächsische Abgeordnete auf schnelle Verbesserungen an der bestehenden Strecke gedrängt. In Niedersachsen ist das Projekt umstritten, Hamburg befürwortete es hingegen immer.
Rund 100 Kilometer Neubau
Die von der Bahn favorisierte Neubaustrecke ist etwa 109 Kilometer lang. Sie verläuft zweigleisig zwischen Hannover-Vinnhorst und Hamburg-Meckelfeld. Die ICE-Trasse soll für bis zu 250 km/h ausgelegt sein und den Fern- und Güterverkehr von der bestehenden Strecke abziehen. Unter anderem soll die Fahrtzeit zwischen Hamburg und Hannover um 18 Minuten verringert werden.
Laut einem Bericht zur Vorplanung rechnet die Bahn mit Kosten von mindestens rund neun Milliarden Euro. Werden Forderungen aus der Region erfüllt, kann das Projekt deutlich teurer werden.
Bis dort die ersten Züge fahren, wird es wohl noch Jahrzehnte dauern. In der Unterrichtung an den Ausschuss wird als Datum für eine Inbetriebnahme das Jahr 2050 genannt.
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