"Überblöd": Kompany mit klarer Botschaft an Rot-Sünder Olise
Hinterher musste sich Michael Olise noch mehr ärgern als ohnehin. Denn nach dem 3:3 des FC Bayern in der Champions League bei Außenseiter Viking Stavanger feierte sich sein Gegenspieler Zlatko Tripic für seine erfolgreichen Provokationen. Er habe das Gefühl, das Duell mit dem Ballon d’Or-Kandidaten Olise gewonnen zu haben, sagte Tripic vergnügt.
Olise hatte sich im Spiel am Dienstagabend im Südwesten Norwegens dazu hinreißen lassen, Tripic erst festzuhalten und ihm kurz nach dem Freistoßpfiff auch noch den Ball ins Gesicht zu werfen. Für beide Aktionen sah der französische Nationalspieler innerhalb weniger Sekunden jeweils Gelb.
In Summe zog das für Olise den Platzverweis nach 74 Minuten und eine Sperre für das nächste Spiel in der Champions League gegen den Vorjahresfinalisten FC Arsenal nach sich.
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- FC Bayern patzt im norwegischen Stavanger
Eigentlich hatten die Bayern das Spiel in Stavanger schon gedreht. Doch nach dem Platzverweis gegen Olise schafften die Norweger noch den Ausgleich.
13.10.2026 | 2:59 minKompany nennt Olises Ballwurf "überblöd"
In Unterzahl hatten die Bayern ihre 3:2-Führung verspielt. Nach den Gegentoren von Gianni Stensness bereits nach 72 Sekunden und von Peter Christiansen hatten sie die Partie durch die Treffer von Harry Kane und Luis Díaz mühsam gedreht. Doch nach Olises Platzverweis glitt ihnen der Sieg aus den Händen. Vikings Herman Haugen traf in der 90. Minute zum 3:3.
Olises Bärendienst folgten einige Botschaften, allen voran von Vincent Kompany. "Überblöd" nannte der Trainer des FC Bayern Olises Ballwurf, er sagte unmissverständlich: "Das darf nicht passieren." Und Kompany erinnerte an die Folgen, die solche Undiszipliniertheiten haben können: "Heute ist es kein Finale, kein Halbfinale, aber diese Momente sind entscheidend in einer Saison." Er habe Olise gesagt: "Der Zehner war schlauer als du."
Der FC Augsburg erzielt in einem verrückten Spiel das schnellste Tor der Bundesliga-Geschichte. Manuel Neuer patzt nach wenigen Sekunden, seine Vorderleute verzweifeln am VAR.
12.10.2026 | 10:25 minKompanys Schelte mit Nachdruck
Kompany verlieh seiner Schelte weiteren Nachdruck, als er bei Prime Video festhielt, dass die Provokationen und die Schiedsrichterleistung "keine Ausrede" seien, "weil diese Phase ist Michael - Michael, Michael, Michael, nur Michael!"
Klarer und härter hätte die Kritik an Olise kaum ausfallen können. Sie war umso bemerkenswerter, weil Kompany es in seiner gesamten Amtszeit beim FC Bayern seit Juli 2024 vermieden hatte, einzelne Spieler öffentlich zu tadeln, schon gar nicht in dieser Schärfe.
Doch der 40-Jährige wollte nun offenbar ein Zeichen an die gesamte Mannschaft setzen, dass er Disziplinlosigkeiten nicht duldet. Seine Botschaft: Wer seine eigenen Befindlichkeiten über die Gruppe stellt, kann keinen Schutz erwarten.
Von wegen Plan B: Vincent Kompany ist ein Glücksfall für den FC Bayern. Sportlich begeistert er mit modernen Methoden, neben dem Platz mit Empathie und den stets richtigen Worten.
03.09.2026 | 16:23 minKompany statuiert Exempel
Das Exempel statuierte Kompany an einem seiner wichtigsten Spieler, der zudem für den Ballon d’Or nominiert ist. Auch das ist ein Signal: Kompany macht keine Unterschiede, um wen es sich handelt.
Das ist 100 Prozent sein Fehler.
Vincent Kompany, Trainer FC Bayern München
Mit diesem "großen individuellen Fehler" habe man sich "selbst in den Fuß geschossen".
Am vergangenen Samstag beim 2:2 im Bundesligaspiel beim FC Augsburg hatten sich die Bayern nach acht Sekunden einen Rückstand eingehandelt, weil Torwart Manuel Neuer den Ball verloren hatte. Wegen der wiederholten Nachlässigkeiten wird der Ton nun insgesamt rauer.
Michael Olise erzielt im Spiel gegen Italien ein Traumtor per Freistoß. Zum Sieg reicht es für Frankreich am Ende trotzdem nicht.
03.10.2026 | 0:14 minEberls Kritik, Kimmich "in Alarmbereitschaft"
"Wir machen momentan einfach zu viele Fehler, das ist nicht das Niveau unserer Mannschaft", befand Sportvorstand Max Eberl und nannte Olises Aktion "dumm". Und Mittelfeldspieler Joshua Kimmich sagte: "Innerlich bin ich in Alarmbereitschaft."
Mit dem klar formulierten Ziel, die Champions League gewinnen zu wollen, waren die Bayern in die Saison gestartet. Durch unnötige Punktverluste, wie diesen, drohen ihnen im Februar zwei kräftezehrende Strafrunden in den Playoffs. Das Risiko dafür steigt nun, zumal Olise gegen Arsenal in der kommenden Woche sehr fehlen wird.
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