Außenminister Wadephul spricht vor UN-Generalversammlung
Generalversammlung in New York Wadephul spricht vor Vereinten Nationen
Stand: 26.09.2026 • 11:11 Uhr
Bundesaußenminister Wadephul vertritt heute Kanzler Merz bei den Vereinten Nationen. Die Unterstützung der Ukraine wird in seiner Rede vor der UN-Generalversammlung voraussichtlich im Mittelpunkt stehen.
Bundesaußenminister Johann Wadephul wird heute vor der UN-Generalversammlung in New York für Deutschland sprechen. Die Rede des CDU-Politikers ist für den Abend deutscher Zeit vorgesehen. Es wird erwartet, dass die Unterstützung für die Ukraine in ihrer Verteidigung gegen Russlands Angriffskrieg und Deutschlands Engagement bei den UN im Mittelpunkt der Erklärung stehen werden.
Wadephul war bereits am Montag nach New York gereist und hatte den Besuch lediglich am Donnerstag für politische Gespräche in Kanada unterbrochen. Er vertritt bei den Vereinten Nationen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der seine Teilnahme wegen der aktuellen innenpolitischen Herausforderungen abgesagt hatte.
Auch Lawrow spricht vor UN
Schon vor Wadephul wird heute der Auftritt des russischen Außenministers Sergej Lawrow erwartet. Dieser hatte vorab bereits im UN-Sicherheitsrat zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine Stellung bezogen. Lawrow erklärte, Russland sei bereit, über einen dauerhaften Frieden zu verhandeln. Es werde seine Angriffe aber nicht pausieren, weil dies den Unterstützern Kiews nur Raum gebe, der Ukraine weitere Waffen zu liefern.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte sich in New York auch mit US-Präsident Donald Trump getroffen, um über den Krieg zu sprechen. Er betonte zudem wiederholt seine Bereitschaft, sich für Verhandlungen mit Kremlchef Wladimir Putin zu treffen. Die USA hatten Putin am Rande der Veranstaltung für Mitte Dezember eine Einladung zum G20-Gipfel nach Miami ausgesprochen.
"Lackmustest für Putin"
Außenminister Wadephul begrüßte diesen Vorstoß der USA. "Diese Einladung, die ja jede Präsidentschaft aussprechen kann, wird ein Lackmustest sein für Wladimir Putin, ob er bereit ist, ernsthaft zu verhandeln", sagte er.
In der G20-Runde der großen Industrie- und Schwellenländer ist Russland zwar offiziell noch Mitglied. Putin nahm allerdings zuletzt 2019 an einem Gipfeltreffen teil - vor Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022.
Mit Informationen von Martin Ganslmeier, ARD-Studio New York
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.