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Thursday, October 1, 2026

Dafür zahlte der Bund über 1000 Franken pro Expo-Mitarbeiter

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Weisses Shirt und beige Hose

Dafür zahlte der Bund über 1000 Franken pro Expo-Mitarbeiter

An der Weltausstellung im japanischen Osaka setzte die Schweiz auf Uniformen des Schweizer Luxuslabels Bally. Die Uniformen hatten einen stolzen Preis. Bally steht inzwischen jedoch vor dem finanziellen Ruin.

Publiziert: 12:55 Uhr

  • Traditionsmarke Bally schliesst nach 175 Jahren, Zukunft der Marke unklar
  • Bally lieferte Uniformen für Expo 2025, Kosten über 1000 Fr. pro Person
  • Schweizer Auftritt in Japan kostete 13,2 Mio. CHF nach Sponsorenbeiträgen

Die Schuhherstellung in der Schweiz ist eingestellt, die Läden an prominenter Lage wie der Zürcher Bahnhofstrasse sind zu. Der Schweizer Traditionshersteller Bally steht nach 175 Jahren vor dem Aus. Die einstige Prestigemarke kämpft schon seit längerer Zeit mit Schwierigkeiten. Was die Eigentümer mit der Marke planen, ist nicht klar.

Nicht geholfen hat dem Konzern offenbar auch ein Sonderauftrag, den er vom Bund vergangenes Jahr bekommen hat. Die Beamten des Tessiner Aussenministers Ignazio Cassis (66, FDP) haben dem Tessiner Luxuslabel noch einen Prestige-Auftrag verschafft: Bally konnte das Outfit für die Mitarbeitenden des Schweizer Pavillons an der Weltausstellung «Expo 2025» in Osaka liefern.

49 Temporär-Mitarbeitende waren im Pavillon angestellt, auch sechs Manager von Präsenz Schweiz erhielten eine Uniform, die aus Hosen, Hemden, Polo-Shirts, Jacken, Schuhen, Caps und Taschen bestand. Der Preis sei reduziert gewesen, versichert eine Sprecherin des Aussendepartements. Denn: «Bally war In-kind-Sponsor des Pavillons.» Die Expo dauerte von Mitte April bis Mitte Oktober.

Beige Hosen, weisses Shirt

Die Präsenz liess sich die Schweiz etwas kosten, auch bei den Uniformen: 57’600 Franken zahlte die Schweiz an Bally. Das heisst: Pro Person kostete die Ausstattung noch immer über 1000 Franken – trotz Rabatt. Die Uniform bestand aus schlichten hellbraunen Hosen und einem weissen Oberteil. Dazu weisse Bally-Sneakers und eine rote Umhängetasche.

Die eidgenössischen Räte bewilligten insgesamt 19,4 Millionen Franken für den Schweizer Auftritt in Japan. Dank Sponsoren zahlte der Bund am Ende noch 13,2 Millionen.

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