– Streik am Eiffelturm nach Ausschluss von weiblichem Personal

- Am Eiffelturm soll auf Bitten einer religiösen Besuchergruppe das weibliche Personal zeitweilig abgezogen worden sein.
- Beschäftigte legten aus Protest die Arbeit nieder.
- Den Tag über blieb das Wahrzeichen geschlossen.
Während auf der Homepage des Eiffelturms von «operationellen Gründen» die Rede war, berichtete «Le Parisien» anderes: Am Samstag sei auf Bitten von rund 100 Mitgliedern einer hinduistischen Religionsgemeinschaft während eines Besuchs der dritten Etage des Turms das weibliche Personal dort abgezogen worden. Die Gruppe sei von ausschliesslich männlichem Personal begleitet worden.
In Paris ist der Ärger gross. Bürgermeister Emmanuel Grégoire sagte: «Die Gleichstellung von Frauen und Männern wird niemals am Fusse unserer historischen Denkmäler enden, noch an irgendeinem anderen Ort dieser Stadt. Sie muss überall gelten.»
Der Bürgermeister des zentralen Pariser Stadtbezirks, Ariel Weil, der zugleich Präsident der Betreibergesellschaft des Eiffelturms ist, schrieb auf X. «Kein religiöser Grund kann eine Unterscheidung aufgrund des Geschlechts oder ein anderes diskriminierendes Vorgehen beim Empfang der Besucher rechtfertigen.»
Ex-Premier: «Frauen werden nicht versteckt»
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Auch Michel Barnier machte seinem Ärger Luft. «In Frankreich sind es keine aus dem Ausland stammenden Gepflogenheiten, die den Frauen vorschreiben, wie sie sich kleiden oder im öffentlichen Raum verhalten sollen», schrieb der frühere Premier. «Frauen werden nicht versteckt. Sie werden nicht ausgeblendet. Man respektiert sie und verteidigt ihre Freiheit. Wir fordern von der Betreibergesellschaft des Eiffelturms eine Erklärung.»
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