Russische Öllieferungen an USA – Trump erlaubt russische Dieselimporte trotz Sanktionen

Russland werde umgehend 300'000 Tonnen Diesel liefern für die USA und den Weltmarkt. 500'000 weitere Tonnen würden im November folgen, danach Millionen von Tonnen, schrieb Trump auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social. Das habe er mit Putin in einer hochgradig erfolgreichen Diskussion vereinbart, so Trump.
Später sagte er: «Das ist eine grosse Sache. Massive Mengen an Öl kommen in unser Land. Ich möchte Präsident Putin danken, um ehrlich zu sein. Massive Mengen von Diesel, was wir ja wollen. Also Danke»
Der Deal ist ein Gewinn für Putin
Das ist ein Erfolg für Putin, der seit 2022 einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt und diesen mit Ölverkäufen finanziert. Das US-Finanzministerium setzte kurz nach Trumps Ankündigung die Sanktionen gegen russische Dieselexporte bis im nächsten April ausser Kraft. Vor nur einem Monat verabschiedete der US-Kongress ein Gesetz, das es Trump ermöglicht, Länder zu bestrafen, die russisches Öl und Gas kaufen.
Umso bemerkenswerter ist nun seine Entscheidung, russische Dieselexporte zuzulassen. Eine Erklärung dürfte Trumps innenpolitische Lage sein. Wegen des Iran-Kriegs ist der Dieselpreis in den USA im Schnitt auf eine Rekordhöhe von deutlich über 6 US-Dollar pro Gallone gestiegen, was Trump und die Republikaner kurz vor den Kongresswahlen vom November in Bedrängnis bringt. Es ist zu bezweifeln, ob Trumps Vereinbarung mit Putin den Preis signifikant senkt. Selbst wenn Putin die versprochene Menge liefern sollte, würde sie nur einen relativ kleinen Teil des weltweiten Dieselverbrauchs decken.
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