Strom fällt aus – Jacopo (15) liegt danach tot am Strommast

- Der 15-jährige Jacopo Trabattoni wurde am Freitagabend tot am Fuss eines Hochspannungsmastes in Norditalien gefunden.
- Der Jugendliche hatte sein Zuhause rund vier Stunden zuvor mit dem Velo verlassen; seine Eltern meldeten ihn am Abend als vermisst.
- Unklar ist, ob die Polizei sein Handy fand.
Die Eltern sind verzweifelt, die Polizei steht vor vielen offenen Fragen: Am späten Freitagabend wurde in der ländlichen Gegend um Lodi in Norditalien die Leiche eines Jugendlichen am Fuss eines Hochspannungsmastes entdeckt. Der 15-jährige Jacopo Trabattoni hatte sein Zuhause rund vier Stunden zuvor mit dem Velo verlassen. Am Abend meldeten ihn seine Eltern als vermisst.
Gegen 21.30 Uhr kam es in der gesamten Region zu einem Spannungsabfall im Stromnetz. Kurz darauf entdeckte die Feuerwehr den leblosen Jugendlichen beim Mast.
Was ist mit Jacopos Handy passiert?
Jacopos Körper wies deutliche Verbrennungen auf. Nach ersten Erkenntnissen soll der Jugendliche auf den mehr als 20 Meter hohen Mast geklettert sein und dabei einen tödlichen Stromschlag erlitten haben. Unklar ist insbesondere, was mit seinem Mobiltelefon geschah.
«Derzeit wird keine Spur ausgeschlossen. Es lässt sich nicht ausschliessen, dass sich zum Zeitpunkt des Geschehens jemand bei dem Jugendlichen befand oder mit ihm in Kontakt stand – auch weil sein Mobiltelefon bislang nicht gefunden wurde», sagte ein Ermittler am Samstag gegenüber «Leggo».
Die zuständige Staatsanwaltschaft will nun die Verbindungsdaten des Smartphones technisch auswerten lassen. Damit soll geklärt werden, ob sich das Gerät auf den Feldern rund um den Strommast orten lässt oder ob es möglicherweise von jemandem mitgenommen wurde.
Mutter weist Verdacht einer Mutprobe zurück
Der «Corriere della Sera» stellt diese Darstellung jedoch infrage. Die Zeitung berichtet, das Smartphone sei «direkt neben der Leiche entdeckt und von den Ermittlern sichergestellt» worden. Demnach wurde das Gerät entsperrt. Es soll nach ersten Erkenntnissen ein Selfie enthalten, das Jacopo Trabattoni kurz vor der Tragödie selbst aus der Höhe aufgenommen hatte.
Die Vermutung, der 15-Jährige könnte an einer Social-Media-Challenge teilgenommen haben, weisen seine Eltern zurück. Jacopo sei ein begeisterter Parkour- und Skateboard-Sportler gewesen, sagte seine Mutter Gioia Farina dem «Corriere della Sera».
Zwar habe er zwei Social-Media-Accounts besessen, diese jedoch auf privat gestellt. Er habe die Plattformen weder genutzt, um seine Aktivitäten öffentlich zu teilen, noch um sich vor einem grossen Online-Publikum zu inszenieren. Zudem sei die Zahl seiner Follower sehr gering gewesen.
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Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
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