Führungswechsel bei der NZZ – Mark Dittli wird neuer Chefredaktor der NZZ

- Mark Dittli wird ab Februar 2027 neuer Chefredaktor der «Neuen Zürcher Zeitung».
- Dittli bringt über 25 Jahre Medienerfahrung mit, unter anderem als Mitgründer von «The Market».
- Eric Gujer übernimmt nach zwölf Jahren an der Redaktionsspitze die neu geschaffene Funktion des Herausgebers Deutschland.
Das Medienunternehmen teilte mit, dass Dittli für einen analytischen sowie unabhängigen Journalismus mit einer ausgeprägten liberalen Grundhaltung stehe. Neben über einem Vierteljahrhundert journalistischer Erfahrung weise Dittli fundierte Erfolge in der Leitung von Redaktionen und im unternehmerischen Aufbau moderner Medienangebote auf.
Vom Korrespondenten zum Digital-Unternehmer
Dittli schloss sein Studium der Betriebsökonomie an der Höheren Wirtschafts- und Verwaltungsschule (HWV) Winterthur ab und stieg im Jahr 2000 bei der «Finanz und Wirtschaft» in den Journalismus ein. Für die Wirtschaftszeitung berichtete er fünf Jahre lang als Auslandskorrespondent aus New York – zwischen 2012 und 2017 stand er dem Blatt als Chefredaktor vor.
Nach einem einjährigen Engagement beim Online-Magazin «Republik» im Jahr 2018 trieb Dittli ein eigenes unternehmerisches Projekt voran: 2019 gründete er mit sechs Partnern das digitale Finanzportal «The Market». Die NZZ war von Beginn an als Minderheitsaktionärin beteiligt und übernahm das Medium Ende 2023 vollständig. Seit 2024 ist «The Market» auch im deutschen Markt aktiv.
Eric Gujer forciert Deutschland-Präsenz
Mit dem Wechsel löst Dittli Eric Gujer ab, der die Redaktion der Traditionszeitung seit 2015 leitete. Der 64-jährige Gujer blickt auf eine 40-jährige Laufbahn im NZZ-Verlag zurück, wo er vor seiner Berufung an die Spitze das Auslandsressort verantwortete. Unter seiner Führung baute die NZZ insbesondere im Nachbarland Deutschland Reichweite und publizistisches Gewicht erheblich aus.
Gujer wechselt künftig in die neu formierte Rolle des Herausgebers Deutschland. In diesem Amt soll er die publizistische Präsenz der Schweizer Mediengruppe im deutschen Markt strategisch weiter ausbauen und sich mit den grossen Linien der deutschen wie internationalen Politik befassen.
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