"Leute haben ihn gehasst": Sandra Hüller ist überrascht von "Digger"-Verrissen

"Leute haben ihn gehasst"Sandra Hüller ist überrascht von "Digger"-Verrissen
23.10.2026, 16:05 Uhr
00:00
02:55

Mit den vielen negativen Reaktionen auf den Film "Digger" hat Sanda Hüller nicht gerechnet. Die deutsche Schauspielerin, die darin neben Tom Cruise spielt, sieht in dem Kino-Flop ein zukünftiges Dokument unserer Zeit.
Schauspielerin Sandra Hüller ist verwundert über die schlechten Kritiken für den Film "Digger", in dem sie an der Seite von US-Hollywood-Star Tom Cruise spielt. "Wir haben mit einer starken Reaktion gerechnet. Es ist ein polarisierender Film. Und ein politischer Film, was wir in Interviews allerdings nicht sagen durften. Aus welchem Grund auch immer", erklärte sie gegenüber der britischen Zeitung "The Guardian" in einem Interview. Doch sie sei dennoch überrascht "von der Härte der Ablehnung" gewesen. "Die Leute haben ihn wirklich gehasst", staunte die 48-Jährige.
Sie selbst liebe den Streifen allerdings. "In einigen Jahren wird man ihn als ein Dokument unserer Zeit betrachten", prophezeite Hüller im "The Guardian"-Interview.
In der grotesken und schrägen Komödie von Oscar-Preisträger Alejandro González Iñárritu ("Birdman", "The Revenant - Der Rückkehrer") spielt Cruise den mächtigen Ölbaron Digger Rockwell, der die Welt auf den letzten Drücker vor einer selbst ausgelösten Katastrophe bewahren will oder vielmehr dazu gedrängt wird. Hüller, die für "Anatomie eines Falls" für den Oscar nominiert wurde, spielt die impulsive Halbschwester und Geschäftspartnerin Rockwells.
Die teils hohen Erwartungen konnte "Digger" jedoch nicht erfüllen. Die Meinungen von Kritikern gingen stark auseinander, auch an den Kinokassen floppte der Film. Laut der Branchen-Website "Box Office Mojo" spielte "Digger" seit dem Kinostart Anfang Oktober weltweit bislang knapp 42 Millionen US-Dollar ein - deutlich weniger als die Produktionskosten, die laut Branchenmedien bei 160 bis 180 Millionen US-Dollar lagen.
Treffen mit Royals wird ein "Fangirl-Moment"
Sandra Hüller dürfte "Digger" wohl auch in guter Erinnerung behalten, weil ihr der Film eine besondere Begegnung beschert hat. Bei der Londoner Premiere im September traf sie Prinz William und Prinzessin Kate. Noch nie zuvor hatte sie ein Mitglied aus einer Königsfamilie getroffen, wie sie im Interview ausplauderte. "Also hatte ich auch einen Fangirl-Moment", erinnerte sich Hüller. "Ich finde die Monarchie nicht interessant. Aber sie (Kate und William, Anm. d. Red.) sind faszinierende, bemerkenswerte Persönlichkeiten."
Worüber sie sich mit dem Thronfolger und seiner Frau unterhalten habe, wisse sie nicht mehr, sie sei zu diesem Zeitpunkt in einer Art Schockzustand gewesen. Sie würde sich eigenen Angaben nach gerne noch einmal mit den Royals auf einen Tee treffen, um sich ausführlicher mit ihnen zu unterhalten.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.